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Wenn das Aufschieben der Steuererklärung zunehmend das Leben beeinflusst, könnte das ein Symptom von Prokrastination sein.

Prokrastination: Das ewige Aufschieben für Profis

Jeder Mensch schiebt bestimmte Dinge vor sich her: die Abschlussarbeit, die Steuererklärung oder die Entscheidung für eine neue Schrankwand. Das ist normal, wenn es im Rahmen bleibt. Wenn aber das Aufschieben das Leben maßgeblich beeinflusst, sprechen Experten von Prokrastination.

Einfach ist es nicht zwischen einem "normalen" Aufschieben und der Prokrastination zu unterscheiden. Der entscheidente Unterschied liegt wohl darin, dass sich Prokrastinations-Erkrankte nicht mit Selbstdisziplin aus der Misere befreien können. Sie gelten als chronische Aufschieber, die umgangssprachlich an "Aufschieberitis" leiden. Bei Spiegel Online wird Prokrastination als Problem und als Pathologie besprochen. Dazu werden die zwei verschiedenen Aufschiebe-Typen näher definiert. Der Spiegel verweist auch auf die aktuelle Studie "Prokrastination neu betrachten: Positive Effekte 'aktiven' Prokrastinationsverhaltens auf Einstellungen und Leistung", die im Jahr 2005 im Journal of Social Psychology erschien.

Die Internetseite Prokrastination.net befasst sich mit der Krankheit und behandelt Definition, Ursache und Behandlung. Die Wirtschaftswoche hat 45 Wege aus der Prokrastination aufgelistet.

TV-Moderator, Journalist und DJ Markus Kavka ist jemand der unter Prokrastination leidet. In seiner Kolumne "Zünder" bei der Online-Ausgabe der Zeit verarbeitet er seine Krankheit auf witzige Weise. Ob Sie auch ein chronischer Aufschieber sind, können sie in diesem Kurztest herausfinden. In einem Video auf Polylog beschreibt Kavka den Krankheitsverlauf näher.

In dem Beitrag werden auch Kathrin Passig und Sachs Lobo interviewt. Die beiden Schriftsteller haben sich dem Thema Prokrastination angenommen und gemeinsam ein Buch namens "Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin" geschrieben. Dieses Buch fungiert als Ratgeber für alle Aufschieberitis-Betroffene. Das Kulturmagazin Perlentaucher hat verschiedene Rezensionen zum Buch aus den unterschiedlichsten Medien zusammengestellt. Zum Buch gibt es sogar ein Blog, in dem Sie einige Textauszüge finden. Und das Werbevideo auf YouTube zeigt, dass selbst Gott an Prokastrination gelitten hat.

Ein etwas anderes Interview mit den beiden Autoren können Sie in der FAZ lesen. Bei Twitter kann jeder die beiden Autoren verfolgen und mehr über Kathrin Passig und Sascha Lobo erfahren.

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