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Thom Yorke mag YouTube genauso wenig wie Spotify.

Umstrittener Vergleich

"Radiohead"-Sänger vergleicht YouTube mit Nazis

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München - Thom Yorke ist bekanntermaßen kein Freund von Streaming-Diensten. Jetzt regte sich der Radiohead-Frontmann über YouTube auf und sorgte für Wirbel mit einem Vergleich.

Auf YouTube würden Künstler mit lächerlich geringen Summen abspeist, während die Macher durch die Werbung vor jedem Clip viel Geld verdienen würden, sagte Yorke in dem Interview mit "La Repubblica". Doch wenn man einen AdBlocker benutze, der die Werbung umgeht, bezeichne YouTube das als "nicht fair."

Der Musiker verglich gegenüber der italienischen Tageszeitung die Online-Video-Plattform YouTube mit der Art und Weise, wie die Nazis mit Beutekunst umgingen. "YouTube nimmt sich einfach das Geld, das anderen gehört. Sie gehen dabei vor wie die Nazis während des Zweiten Weltkriegs. Sie stehlen Kunst." Eigentlich hätten sich aber alle so während dieser Zeit verhalten, auch die Briten hätten die Kunstwerke anderer Länder gestohlen, so der im englischen Northamptonshire geborene 46-Jährige.  

Schon 2013 hatte Yorke die Alben seiner Band "Atoms for Peace" aus dem Streaming-Dienst Spotify entfernt. Neue Künstler würden bald entdecken, dass Spotify sie nicht bezahle, warnte der Sänger der Kult-Indie-Band Radiohead ("Creep") damals, und bezeichnete den Service im Bezug auf das Musik-Business als einen "letzten verzweifelten Furz einer sterbenden Leiche". Nur die Aktionäre würden etwas verdienen. Konsequenterweise veröffentlichte Yorke im Jahr darauf sein Solo-Album "Tomorrow's Modern Boxes" über das Filesharing-Protokoll "Bittorrent". 4,5 Millionen Fans luden es herunter. Schätzungen zufolge hat Yorke auf diese Weise 20 Millionen Dollar verdient.

hn

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