BT rechnet mit ungehindertem Zugang zum VDSL-Netz der Telekom

- München (dpa) - Der Telekomkonzern BT Group rechnet mit einem ungehinderten Zugang zum neuen Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom. "Ich glaube, dass ein geschützter Markt sich nicht rechnet, und dass wir und andere Wettbewerber daher VDSL nutzen können", sagte der Chef von BT Deutschland, Jan Geldmacher, am Mittwoch der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Telekom verlangt für ihr VDSL-Netz eine Befreiung von der Regulierung, will eigenen Angaben zufolge aber Wettbewerbern den Zugang zum Netz ermöglichen. Allerdings will der Bonner Konzern die Konditionen selbst festlegen, um "Pioniergewinne" zu erwirtschaften. Einige Konkurrenten der Telekom befürchten indes, dass ihnen der Zugang zum Netz verwehrt wird. "Die Telekom wird sich das Geschäft mit VDSL nicht selbst verderben", sagte Geldmacher. Auf die von den Wettbewerbern gezahlten Nutzungsgebühren werde der Konzern nicht verzichten.

BT Deutschland mit Sitz in München ist auf das Großkundengeschäft fokussiert und gehört zu den am schnellsten wachsenden Telekomkonzernen. Im vergangenen Jahr verbuchte die deutsche Tochter ein Umsatzplus von 16 Prozent auf über 700 Millionen Euro. Geldmacher rechnet mit einem ungebrochenen Aufschwung seiner Gesellschaft: "Wir entwickeln uns gut und ich denke, dass es so weitergehen wird." Allerdings sei der Preisdruck in der Branche kräftig gestiegen. Daher rechnet Geldmacher mit weiteren Übernahmen und Fusionen. BT zeigt sich dabei offen für Zukäufe. "Wir wollen organisch wachsen. Zur Abrundung unseres Portfolios sind Zukäufe denkbar."

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