Cyber-Kriminalität

Vorsicht: Trojaner-Mails am Donnerstag

München - Wer am Donnerstag eine E-Mail mit einer Rechnungsmahnung bekommt, sollte achtgeben. Denn sie stammt höchstwahrscheinlich von Cyberkriminellen und enthält eine böse Überraschung.

Vorsicht, wenn es am Donnerstag heißt: "Sie haben Post." Denn deutsche E-Mail-Postfächer werden derzeit mit gefälschten Rechnungsmahnungen attackiert, die den Computer mit einem Trojaner infizieren . Am Donnerstag, 21. März, sowie am Donnerstag, 4. April, drohe eine neue Flut der gefährlichen Mails, warnt das Sicherheitsunternehmen Kaspersky.

Die E-Mails sind gut getarnt: Sie sind auf Deutsch verfasst und werden von verschiedenen Adressaten versendet. Im Text fordert der Absender den Empfänger auf, eine ausstehende Rechnung zu bezahlen, die im Anhang als PDF beigefügt sei. Genau hier liegt der springende Punkt: Öffnet der Empfänger die Datei, wird ein Trojaner, ein Schadprogramm, aktiv. Die Meldung: "Die Datei ist beschädigt und kann nicht geöffent werden", schlägt auf.

Ist der Trojaner erst einmal da, können die Kriminellen mit dessen Hilfe den gesamten Rechner ausspionieren. Oder noch schlimmer: Sie binden ihn in ein sogenanntes Botnetz ein und nutzen ihn so ohne Wissen des Users für weitere Angriffe.  

Kein Hinweis auf die Cyberkriminellen

Wer die Übeltäter hinter der aktuellen Trojaner-Welle sind, weiß keiner. Kaspersky will aber herausgefunden haben, dass der Spuk noch nicht vorbei ist und der nächste Angriff für Donnerstag geplant ist. "Allerdings besteht für die Cyberkriminellen auch die Möglichkeit, das Schema hinsichtlich der Zeitintervalle des E-Mail-Versands zu ändern", teilt das Unternehmen mit.

Da die Kriminellen zur Infektion der Computer mit dem Schadprogramm zum wiederholten Mal ein PDF-Dokument nutzen, rät Kaspersky, Updates des "Adobe Reader" immer schnellstmöglich zu installieren.

mcf

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Rubriklistenbild: © dpa

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