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Keine Gesichter zu last.fm: Auch auf mehrfache Anfrage war es den Betreibern von last.fm nicht möglich, Bilder der Gründer zur Verfügung zu stellen.

Belinda Helm über die Last.fm-Gründer

Reich mit Radio

Das Thema: Jede Woche stellen wir Seiten, Ideen und Produkte rund um das Internet vor. Doch welche Menschen stehen dahinter? In einer Serie stellen wir einige vor. Diese Woche: die Last.fm-Gründer.

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Felix Miller aus Bayern und der Oberösterreicher Martin Stiksel sind steinreich. Und das, obwohl man sie vor ein paar Jahren wohl guten Gewissens in die Schublade gescheiterte Existenz gesteckt hätte: Miller brach drei Studiengänge ab und schlug sich mehr schlecht als recht als Punk-Musiker durch. Stiksel versuchte sich, ebenfalls mit mäßigem Erfolg, als Radio-DJ. Heute gehören sie zu den jüngsten Self-Made-Millionären in England: Miller und Stiksel sind die Köpfe hinter dem intelligenten Internet-Radio-Portal Last.fm.

Die Geschichte dazu klingt wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Film: Während eines Auslandsemesters in London lernten sich die beiden jungen Männer kennen.

Gemeinsam gründeten sie ein Online-Plattenlabel. Doch damit waren sie noch längst nicht zufrieden: Miller und Stiksel träumten von einem Radio im Netz, das die Nutzer selbst bestimmen lässt, was sie hören möchten, und ihnen zusätzlich Musik nach ihren individuellen Vorlieben vorschlägt.

Als sie 2003 durch Zufall einen Zeitungsartikel des Informatikstudenten Richard Jones lasen, der eine eigene, genau darauf ausgelegte Software entwickelt hatte, suchten sie ihn kurzerhand mit ein paar Bier im Gepäck auf. Von da ab arbeiteten sie gemeinsam an der Umsetzung ihres Plans, der sich als Goldgrube entpuppte: Die Programmierung des Internetradios last.fm, das sich komplett durch Werbung finanziert, und sich durch das Mitmachen von Nutzern mittlerweile weltweit zu einem der größten Musiknetzwerke entwickelt hat. Während die drei Männer anfangs aus Geldmangel zunächst auf dem Dach des Bürogebäudes zelteten, belegt last.fm mittlerweile eine ganze Etage in einem Haus im Londoner Szeneviertel Shoreditch, ein zweites Büro existiert in New York.

2007 verkauften sie die Plattform für 280 Millionen Dollar an den US-Medienkonzern CBS. Im Juni 2009 teilten die Gründer im Last.fm-Blog ihren Austritt aus dem Unternehmen mit. Es sei an der Zeit, die Zügel zu übergeben. Rente mit Mitte dreißig – wenn Träume wahr werden.

Hier geht es zur Internetseite von last.fm

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