Rennspiel im Test

Freie Bahn! Need for Speed - Most Wanted

Frankfurt/Main - Gaspedal durchtreten und nichts wie weg. Das ist das Motto, das von Anfang an in dem jetzt erschienenen Rennspiel „Need for Speed - Most Wanted“ gilt.

Im Mittelpunkt des neuesten Teils der „Need for Speed“-Serie stehen Verfolgungsjagden mit der Polizei und Wettrennen quer durch die virtuelle Stadt Fairhaven. Es ist ein Spiel für Leute, die gerne einmal ihre Fähigkeiten als Raser testen möchten. Rücksichten brauchen sie garantiert keine zu nehmen, eine besondere Handlung gibt es nicht.

Optisch einiges zu bieten

Optisch hat das Spiel einiges zu bieten. Als Fahrzeuge stehen einige der schicksten Sportwagen zur Verfügung, die es so gibt. Dazu gehören etwa der Koenigsegg Agera R, der Ford F-150 SVT Raptor, der Audi R8 GT Spyder, Jaguar XKR, diverse Lamborghini-Modelle oder auch Konzeptstudien wie der Porsche 918 Spyder, den es erst im kommenden Jahr geben soll. Insgesamt sind es 40 Fahrzeuge. Grafisch sind die Wagen in der getesteten Version für die Xbox hervorragend in Szene gesetzt.

Ziel des Fahrers ist es, „Most Wanted“ zu werden. Um auf der Leiter der meistgesuchten Raser von Fairhaven nach oben zu klettern, muss man Rennen bestreiten und diese gewinnen. Spätestens hier haben aber Anfänger und Einsteiger so ihre Probleme. Denn oft ist gar nicht klar, wo man überhaupt lang fahren soll. Es wird zwar eine winzige Karte unten links eingeblendet, wer sich aber darauf zurecht finden soll, bleibt unklar. Schnell ist man an einer Abzweigung vorbei gerast und findet dann nicht mehr den Weg zurück. Denn das neue „Need for Speed - Most Wanted“ ist ein sogenanntes Open-World-Game, Grenzen gibt es hier nicht. Wenn man aber nicht weiß, wo man hin soll, wird dieser Vorteil schnell zum Handicap.

Straßenlaternen fliegen wie Streichhölzer

Zum etwas zwiespältigen Eindruck, den das Spiel hinterlässt, gehört auch das Fahren selbst. Es fühlt sich eigentlich bei verschiedenen Fahrzeugen immer gleich an und ist immer folgenlos. In den Straßen gibt es - von den Polizeiwagen, die einen verfolgen, einmal abgesehen - kaum andere Autos, Menschen fehlen völlig. Das ist aber vielleicht auch besser so. Straßenlaternen, die man häufiger erwischt, fliegen wie Streichhölzer durch die Luft. Und wenn man frontal gegen einen Brückenpfeiler rast, dann gibt es nur kurz die Einblendung „gecrasht“. Nach ein paar Sekunden geht es an der gleichen Stelle weiter. Das ist auf Dauer eher ermüdend als „Spaß“ fördernd.

Ganz anders sieht das schon im Online-Modus aus, in dem man gegen bis zu acht andere Raser fahren kann. Da kommt dann wirklich Spaß auf. Zudem ist das Spiel dort auch mit den sozialen Netzwerk verzahnt. Das von Criterion Games entwickelte „Need for Speed - Most Wanted“ ist bei Electronic Arts für PC, Playstation 3, PS Vita und Xbox360 erschienen.

Von Klaus Gürtler

Rubriklistenbild: © Electronic Arts

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