Rheumapatienten steht neuartiges Medikament zur Verfügung

- Frankfurt/Main - Rheumapatienten, denen existierende Medikamente nicht geholfen haben, steht jetzt ein neuartiges Mittel zur Verfügung. Der Wirkstoff Rituximab, der bislang in der Krebsmedizin benutzt wird, hat die europaweite Zulassung zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis erhalten.

Das berichtete der Hersteller Hoffmann-La Roche am Dienstag in Frankfurt am Main. Das Präparat attackiert gezielt bestimmte Immunzellen, die eine Rolle bei der schmerzhaften Gelenkentzündung spielen. Bundesweit leiden nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie etwa 0,8 Prozent der Erwachsenen an Arthritis.

Rituximab verfolgt ein neues Wirkprinzip in der Rheumamedizin, wie die Fachgesellschaft erläuterte. Der Wirkstoff heftet sich an bestimmte so genannte B-Zellen des Immunsystems, die ein spezielles Eiweißmolekül (CD20) auf ihrer Oberfläche tragen, und zerstört sie. Dadurch würden nur solche B-Zellen angegriffen, die auch an der Gelenkentzündung beteiligt seien, erläuterte der Hersteller. Das übrige Immunsystem werde nicht beeinträchtigt. Das Mittel, das bislang zur Behandlung bestimmter bösartiger Lymphtumore (Non- Hodgkin-Lymphome) verwendet wird, ist nun auch für solche Rheumapatienten zugelassen, bei denen andere Medikamente nicht helfen.

Eine vergleichbare Zulassung hatte das Mittel kürzlich bereits in den USA erhalten.

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