Neue EU-Preise

Roaming: Die wichtigsten Antworten für diesen Sommer

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München - Sommer, Sonne, Smartphone! Das Internet-Handy ist uns im Urlaub lieb – und teuer. Das gefürchtete Roaming kann immer noch enorme Kosten verursachen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:  

Obwohl innerhalb der EU die Gebühren weiter gesunken sind, sind die Auslandspreise unübersichtlicher denn je. Und nicht jeder Provider rechnet korrekt ab: Die Bundesnetzagentur hat Telefónica (O2, E-Plus) gerade dazu aufgefordert, seine Roamingpreise zu senken, weil sie offenbar nicht EU-konform waren.

Was kostet das Auslands­roaming dieses Jahr?

In der EU gelten seit 30. April einmal mehr neue Regeln. Statt Pauschalpreisen für Telefonieren, Surfen und Simsen wird jetzt auf Basis Ihres deutschen Handytarifs abgerechnet. Die Preise, die Sie zu Hause zahlen, gelten nun EU-weit. Allerdings dürfen die Provider derzeit noch Aufschläge auf diese Gebühren erheben – maximal 6 Cent pro Telefonminute, 2,4 Cent pro SMS und 6 Cent pro Megabyte (MB) Datenmenge. Erst ab 15. Juni 2017 entfallen diese Aufschläge endgültig. Außerhalb der EU drohen dagegen immer noch Horrorrechnungen. In Ägypten, Brasilien (für Olympiareisende), Mexiko oder Sri Lanka zahlen Sie zum Beispiel bei der Telekom bis zu 2,99 Euro pro Telefonminute und bis zu 15,80 Euro pro MB Internetdaten. Wenn Sie den SMS-Warnhinweis Ihres Providers ignorieren, kann Sie ein einziges YouTube-Video Hunderte von Euro kosten.

Worauf muss ich im Urlaub noch achten?

Weil die Verbindung aus heimischen Preisen und EU-Mehrkosten kompliziert ist, rät Warentest dazu, dass Sie vor Ihrem Urlaub beim Provider nach Ihren Roaming-Kosten fragen – und sich beraten lassen, mit welchen Tarifoptionen Sie sparen können. Wenn Sie Ihr Handy öfter benutzen wollen, lohnen sich pauschale Pakete zum Telefonieren und Surfen – zum Beispiel bei der Telekom in Brasilien oder den USA 50 MB Daten für 2,95 Euro. Vielsurfer sollten vor Ort eine Prepaid-Telefonkarte eines einheimischen Anbieters kaufen, zum Beispiel mit 1 Gigabyte (GB) Daten ab ca. 10 Euro. Dann sind Sie jedes Kostenrisiko los.

Wie bereite ich mein Smartphone auf den Urlaub vor?

Notieren Sie Seriennummer des Handys und der SIM-Karte und heben Sie die Daten zu Hause auf – das erspart Ihnen im Falle eines Diebstahls Ärger. Machen Sie vor der Abreise eine Datensicherung, dann kann Ihren Kontakten oder Fotos nichts passieren. Aktivieren Sie die Ortungs- und Fernlöschfunktion, damit Sie gegebenenfalls feststellen können, wo sich Ihr Handy gerade befindet. Das erledigen Sie zum Beispiel am iPhone unter Einstellungen => Allgemein => iCloud => „Backup“ oder „Mein iPhone suchen“. Und installieren Sie eine VPN-App wie ExpressVPN (iOS und Android, gratis), die den Standort Ihres Handys verschleiert. Das hat zwei Vorteile: So können Sie auch im Ausland per WLAN Fernsehstreams sehen, die außerhalb Deutschlands eigentlich gesperrt sind – zum Beispiel Olympia aus Rio. Und Ihre Verbindung ist damit verschlüsselt. So surfen Sie in ausländischen WLAN-Netzen etwas sicherer. Dennoch sollten Sie dort keine sensiblen Daten eingeben, zum Beispiel Ihr Banking-Passwort.

Rubriklistenbild: © dpa

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