Wie Rodler-Ass Georg Hackl mit Arthrose Sport treibt

- Georg Hackl hat Arthrose in den Lendenwirbeln und Sprunggelenken. Da grenzt es schon fast an ein Wunder, dass der beliebte Rennrodler und Merkur-Sportler des Jahres trotz der Gelenkschäden so leistungsfähig ist, meinen Arthroseexperten. Hackls Rezept für seine Leistungsfähigkeit ist aber kein Geheimnis: "Seine Muskeln sind gut trainiert und schützen effektiv seine Gelenke", meint Dr. Wolfgang Bolten, Chefarzt für Rheumatologie der Klaus Mielke-Klinik in Wiesbaden.

<P>Der Gelenkverschleiß und sportliche Höchstleistungen lassen sich also unter einen Hut bringen. Dazu muss jedoch erst einmal der Arthroseschmerz ausgeschaltet werden. Hackl: "Ich nehme vor dem Training und den Wettkämpfen das Medikament Vioxx zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Meine Arthroseprobleme bekämpfe ich außerdemmit viel Bewegung, neben dem Training vor allem mit Wandern, Skilaufen und Radeln".</P><P><BR>"Arthrose ist zwar nicht heilbar, aber jeder kann aktiv etwas gegen das Fortschreiten der Krankheit tun", erklärt dazu der Rheumatologe Bolten. "Bewegung ohne Belastung schützt die Gelenke. Eine gute Krankengymnastik verbessert die Muskulatur und stützt dadurch die Gelenke". </P><P><BR> In Deutschland leiden etwa 35 Millionen Menschen unter Arthrose. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, müssen sie als erstes schmerzfrei sein. "Mit einer vernünftigen Schmerztherapie würden sich viele Operationen vermeiden lassen", sagt Bolten. Dann sollte man eine Bewegungstherapie machen und gezielt Sport treiben, betont der Experte. Über längere Zeit kann man dann an den Abbau von Belastungsfaktoren wie Übergewicht, einseitigen Bewegungen und Fehlhaltungen denken.</P><P><BR> Der "Schorsch" steht selbst in der Werkstatt, tüftelt und schraubt an seinen Rodelschlitten. Schon 20 Schlitten hat er in Eigenregie gebaut. Doch auch das hat seinen Preis. "Die Bewegung an der Werkbank ist einseitig und die Belastung statisch. Da merke ich meine Arthrose besonders", erzählt das Rodel-Ass. <BR>Georg Hackl will trotz der Gelenkprobleme möglichst lange weiter rodeln, "auch wenn es im Lendenwirbelbereich fast täglich zwickt und zieht". </P>

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