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RTL-App startet mit Live-Programm.

RTL-App mit Live-Programm kostet

Köln - Die mobile Fernsehnutzung macht einen Schritt nach vorn, kostet dafür aber auch Geld: RTL erscheint jetzt als erster Fernsehsender mit einer App samt Livestreams auf einem mobilen Endgerät.

Viele Sendungen sind ab sofort auf dem Apple-Handy iPhone zu verfolgen, teilte der Kölner Privatsender am Donnerstag mit. Nach einem Monat kostenloser Probephase muss der Nutzer dann aber monatlich 1,59 Euro bezahlen. Die ProSiebenSat.1 Media AG will dagegen demnächst eine ProSieben-App für das iPad, den flachen Tablet-Computer von Apple, bringen - allerdings ohne Livestreams. RTL will bis zu zwölf Stunden Tagesprogramm - derzeit von 9.30 bis 19 Uhr - auf dem iPhone zugänglich machen. Vor allem eigenproduzierte Magazine und Nachrichten sind auf dem Smartphone-Programm zu sehen, auch Soaps (“Unter uns“) und künftig Shows wie “Deutschland sucht den Superstar“ oder “Das Supertalent“.

Auch “Wer wird Millionär?“ soll nach der Sommerpause auf der App zu sehen sein. Lizenzproduktionen wie Spielfilme sind vorerst nicht zu haben. Dies hat im wesentlichen lizenzrechtliche Gründe. Neben den Livestreams sollen auch zahlreiche Videoclips bereitgehalten werden. Archiviertes Sendematerial soll auch mobil von RTL.now.de abgerufen werden können. Abonnierbare Benachrichtigungsdienste und ein persönlicher Programmplaner ergänzen das Angebot. Robert Fahle, Leiter der Sektion Mobile bei der RTL-Tochter RTL interactive, spricht davon, Zuschauer nun jederzeit mobil erreichen zu können. Das Entgelt sei dafür nötig, dass der Nutzer auch “zusätzliche, hochwertige Funktionalitäten“ auf der App habe.

Bannerwerbung sei nicht vorgesehen, dafür aber Reklame, die vor die Clips geschaltet werde. Die Konkurrenz setzt noch nicht so schnell auf Livestreams. Für das iPhone hat der Sender ProSieben zwar schon eine App entwickelt. Sie dient aber lediglich dem Abruf von Video-Inhalten und sogenannten Highlight-Clips bekannter Sendungen wie “Galileo“, “taff“, “Popstars“ und “Germanys next Topmodel“. Die App sieht auch das Weiterleiten der Clips an Freunde per E-Mail, Twitter oder Facebook vor. Nach Angaben von Manfred Neumann, Leiter der Abteilung Mobile bei der ProSieben-Tochter SevenOne Intermedia soll eine ähnliche Anwendung noch in diesem Jahr auf das neue iPad gebracht werden.

dpa

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