Als die Salier in Nürnberg regierten

- Nürnberg, die Metropole Frankens, ist in dieser Woche Thema der Bavaristischen Ringvorlesung der Ludwig-Maximilians-Universität. Professor Rudolf Schieffer schildert am Mittwoch, 30. Oktober die ersten Jahrhunderte dieser Stadt, als ihr Schicksal eng mit den Kaisergeschlechtern der Salier und Staufer verbunden war (Beginn: 19 Uhr, Ort: Audimax, Uni-Hauptgebäude).

<P>Die früheste urkundliche Erwähnung Nürnbergs finden wir in den Quellen für das Jahr 1050, als Kaiser Heinrich III. zu Besuch kam. Der Salier genehmigte einen Markt, vergab dazu gewissen Privilegien und schlug sein Lager auf dem Berg oberhalb des Handelsplatzes auf. Er und seine Nachfolger errichteten eine feste Burg, die der Kern der noch heute zu bewundernden Nürnberger Kaiserburg war. Die Festung diente als Verwaltungszentrum für alle königlichen Güter in der Umgebung. Mehr als 80 Mal hielten sich die Könige und Kaiser in den kommenden Jahrhunderten auf der Burg auf, was Nürnberg zu einem der am häufigsten besuchten Königsburgen des Reiches machte. </P><P>Das zweite Standbein der werdenden Stadt waren die beiden Handlungssiedlungen zu Füssen der Burg, St. Sebald nördlich und St. Lorenz südlich der Pegnitz. </P><P>Schon Kaiser Friedrich Barbarossa erkannte die Kaufleute als Rechtsverband an. Dessen Enkel Friedrich II. von Hohenstaufen, der in Nürnberg zum König ausgerufen worden war, gewährte den Bürgern 1219 in einem großen Privileg viele Sonderrechte, die den Weg Nürnbergs zu einer der mächtigsten und reichsten Städte des Reiches ebneten. <BR>Im Spätmittelalter gelang es den Kaufleuten der Stadt sich gegen die kaiserliche Bevormundung durchzusetzen und Nürnberg wurde Handels-, Wissenschafts- und frühe Industriemetropole. Die Stadt bot neben den Kaufleuten auch noch einem Adelsschlecht die Basis für dessen Aufstieg. </P><P>Ende des 12. Jahrhunderts wurde ein Angehöriger des Hauses Zollern Burggraf und damit Stellvertreter des Kaisers in Nürnberg. Zwar verloren die Zollern mehr und mehr die Macht in der Stadt, eigneten sich aber im Umland große Besitzungen an, wurden Reichsfürsten und deren Nachfahren in der Neuzeit preußische Könige und schließlich deutsche Kaiser.<BR><BR>Internet:  www.uni-muenchen.de/conman/index <BR></P>

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