+
Ein E-Book vom Berliner Unternehmen txtr.

Samsung und Google präsentieren neues E-Book

Las Vegas - Samsung und Google wollen mit neuem Modell den E-Book-Markt erobern. Verbesserte Bildschirm-Eigenschaften und zwei verschiedene Größen sollen das Gerät konkurrenzfähig machen.

Der koreanische Konzern Samsung präsentierte auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas am Mittwoch zwei E-Books - elektronische Bücher -  mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen.

Mit den Samsung-Geräten soll man auf die gigantische digitale Bibliothek von Google Books zugreifen können, für die der Suchmaschinengigant über eine Millionen Titel eingescannt hat. Das Projekt Google Books ist umstritten, da der US-Konzern massenhaft Bücher großer akademischer Bibliotheken ohne Zustimmung der Rechteinhaber digitalisiert hat. Google selbst verteidigt das Projekt als den Versuch, das in Büchern gespeicherte Wissen der Welt einem möglichst großen Teil der Menschheit zugänglich machen zu wollen.

Bewährte Technik und trotzdem Schwächen

Lesen Sie auch:

E-Books sind in der Buchbranche durchaus umstritten

Auch deutsche Unternehmen bieten Alternativen auf dem Markt

Beim Bildschirm der E-Books setzt Samsung auf die Technologie “E- Ink“, die auch beim Amazon Kindle oder dem Sony Reader eingesetzt wird. Über WiFi (802.11b/g) und Bluetooth können die Samsung-E-Books mit dem Internet verbunden werden. Im Gegensatz zum Kindle verfügen die Samsung-Geräte allerdings nicht über eine Mobilfunkverbindung (UMTS/GPRS).

Im Gegensatz zu anderen E-Books ermöglicht das Samsung-Gerät mithilfe eines Stifts handschriftliche Notizen direkt auf dem Bildschirm. So sind laut Hersteller Randnotizen in den "Büchern", Kalendereinträge sowie die Erstellung von To-Do-Listen möglich. Weiterhin können Texte über eine virtuelle Tastatur eingegeben werden.

Licht für Samsung kein Problem

Auch ein großes Problem der Konkurrenz ist das Licht. Das Samsung E-Book verspricht Displays mit natürlicher Lichtreflexion und Zeitungs-Charakter beim Lesen. Da der koreanische Konzern auf Hintergrundbeleuchtung verzichtet, verbraucht das Gerät weniger Energie als andere seiner Art. So sollen vier Stunden am Ladegerät für zwei Wochen Lesespaß ausreichen.

Das Samsung E6 mit einem Sechs-Zoll-Bildschirm soll in den USA 400 Dollar kosten, für das größere E101 mit einem Zehn-Zoll-Display verlangt Samsung sogar 700 Dollar. Diese Beträge liegen deutlich über den Preisen der Mitbewerber, die aber in der Regel auch weniger Leistungsmerkmale bieten. In den USA sollen die E-Books von Samsung im “Frühjahr 2010“ auf den Markt kommen. Für den Marktstart in Europa wurden auf der CES keine Zeiträume genannt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Spannende Reisefotos leben von Details
Urlaubsfotos schaffen es häufig nicht, das Besondere einer Reise festzuhalten und ähneln eher Postkartenmotiven. Spannende Bilder erfordern Übung. Interessant sind …
Spannende Reisefotos leben von Details
Was kann Apples „HomePod“? Die besten Smart-Lautsprecher im Vergleich
Deutsche Musikfans können sich jetzt endlich auch den Apple HomePod holen. Was taugt der Smart-Lautsprecher im Vergleich?
Was kann Apples „HomePod“? Die besten Smart-Lautsprecher im Vergleich
Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Apple hat eingeräumt, dass es mit Tastaturen der neueren Macbook-Laptops Probleme gibt. Das US-amerikanische Technologieunternehmen reagiert mit kostenloser Reparatur.
Apple räumt Probleme mit Macbook-Tastaturen ein - kostenfreie Reparatur angeboten
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund
Die Kamera-Autos von Google sind wieder auf den Straßen in Deutschland unterwegs - allerdings nicht, um ihr Bild-Material für den Online-Dienst Street View zu verwenden.
Google schickt in Deutschland wieder Kamera-Autos auf die Straßen - das ist der Grund

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.