SARS könnte von alleine zurückgehen

- Frankfurt/Peking - Die Ansteckungsgefahr der Lungenkrankheit SARS könnte nach einer Vermutung der WHO von Opfer zu Opfer nachlassen: "Es gibt Hinweise darauf, dass sich das Virus mit jeder Übertragung von Mensch zu Mensch in seiner Wirkung abschwächt", sagte der Frankfurter Virologe Wolfgang Preiser in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau".

Allerdings sei noch immer nicht geklärt, "was bei der Verbreitung genau eine Rolle spielt". Preiser ist im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO in China unterwegs, wo er die Übertragungswege der Lungenkrankheit erforscht. Ob das mutierte Corona-Virus in China vom Tier auf den Menschen überging, ist Preiser zufolge weiter unklar: "Die Vermutung liegt nahe, dass der Ursprung irgendwo im Tierreich ist. Allerdings haben wir bisher keinen Anhaltspunkt, leider." Von seinem Besuch in der am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Guangdong habe er sich "mehr erhofft". Dort starben nach offiziellen Angaben bisher 45 Patienten an SARS, 1265 Menschen erkrankten.

Die Zusammenarbeit mit der Regierung habe sich verbessert, sagte Preiser in dem Interview: "Der politische Wille der Zentralregierung, SARS zu bekämpfen, ist jetzt ganz klar da." Probleme gebe es eher auf der mittleren Ebene. So verschwänden immer wieder Unterlagen, wenn ein SARS-Patient von einem Distrikt in einen anderen verlegt werde. Im Großen und Ganzen funktioniere das Meldewesen aber: "Dass es eine gewaltige Dunkelziffer gibt, können wir ausschließen."

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