Sauriersterben

- Vor etwa 65 Millionen Jahren schlug ein riesiger Meteorit auf der Erde ein und machte den Sauriern und vielen anderen Tierarten den Garaus, meinen viele Forscher. Doch vielleicht gibt es anderen Gründe für mehrere massenhafte Artensterben im Laufe der Erdgeschichte.

<P>Paläontologen diskutierten zum Abschluss des Jahrs der Geowissenschaften im Berliner Museum für Naturkunde als mögliche Saurierkiller auch starke Vulkanausbrüche, die das Erdklima veränderten.<BR><BR>"In der Fachwelt sind heute fünf große Aussterbe-Ereignisse innerhalb den letzten 500 Millionen Jahre anerkannt. Dem letzten fielen am Ende der Kreidezeit auch die Dinosaurier zum Opfer", erläuterte Wolfgang Kießling, Paläontologe an der Humboldt-Universität (HU) Berlin. Kaum ein Forscher bezweifelt, dass damals ein Meteorit auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan einschlug. Den Klimawandel erklärte man lange Zeit damit, dass der aufgewirbelte Staub die Sonneneinstrahlung behindert habe. <BR><BR>Das Modell wird nun jedoch kritisch betrachtet, weil die Staubmengen wohl zu gering waren. Wie dagegen Vulkanausbrüche das Klima beeinflussen können, das zeigten die Ausbrüche des Pinatubo im Jahr 1991. Diese hatten die globale Mitteltemperatur um etwa 0,2 Grad Celsius gesenkt, wie Vincent Courtillot vom Institut für Physik der Erde in Paris erklärte. Doch sei dies kein Vergleich zu den Vulkanausbrüchen am Ende der Kreidezeit: Mit der Lava, die damals freigesetzt wurde, ließe sich ganz Deutschland zehn Kilometer hoch bedecken.<BR>"Für vier der fünf Massensterben können wir heute einen zeitlichen Zusammenhang mit verstärktem Vulkanismus nachweisen", so Courtillot. <BR><BR> Ausgestoßenes Kohlendioxid verursacht zunächst einen Treibhauseffekt. Die Temperaturen steigen. Die gigantischen Massen an erstarrter Lava binden aber das Gas in großen Mengen und entziehen es weitgehend der Atmosphäre, so dass die Temperaturen dann unter den Ausgangswert sinken. So könnte Vulkanismus das Klima für Tausende oder sogar für Millionen Jahre verändern. Kießling: "Wenn Gase und Staubpartikel in die oberen Schichten der Atmosphäre gelangen, kann sich dies weltweit auswirken."<BR><BR></P>

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