Schmucke Unternehmer

- Wenn Kunst brotlos ist, hat das in der Regel zwei Gründe. Erstens: Der Künstler bildet sich sein Talent nur ein, oder zweitens: Er hat einfach keine Ahnung, wie er seine Kunst an den Mann bringen soll. So ging es Tina Echterhölter. Seit vier Jahren studiert sie Schmuckdesign an der Fachhochschule Düsseldorf. Das Problem: Sie hat kreative Ideen, aber keine Kunden. Vor einem halben Jahr schloss sie sich deshalb dem Projekt "Inpetto" an, das die FH seit Sommer 2000 anbietet. Ziel: Die effiziente Vermarktung der studentischen Schmuckstücke. So kamen die Studenten auch zur Münchner Schmuckmesse Inhorgenta.

<P>"Für uns ist das ein Sprungbrett in die Arbeitswelt", sagt Echterhölter. Die Studenten haben auch schon schon in Frankfurt, Leipzig und Hannover ausgestellt.<BR>Und jedesmal ist eine Menge Arbeit zu erledigen: Schmuckstücke aktueller oder ehemaliger Studenten werden ausgewählt. Dann muss für die Kollektion ein Katalog her. Auch Transportmittel und Unterkunft wollen organisiert sein. Richtig los geht es aber erst auf den Messen. Dort müssen die Studenten eigenständig mit Design-Firmen Kontakt aufnehmen, ihre Produkte anpreisen und Verträge aushandeln. Für Tina Echterhölter steht fest: "Ohne Inpetto hätten wir nie die Möglichkeit unseren Schmuck in einem solchen Rahmen zu präsentieren".<BR><BR>Projektleiterin Heike Baschta kennt beide Seiten. Sie hat selbst Schmuckdesign studiert. Inzwischen hat sie als selbstständige Designerin häufig mit der Schmuckindustrie zu tun. Die Mängel der Ausbildung kennt sie genau. "Zwar ist Selbstständigkeit das erklärte Ziel des Studiengangs, aber es fehlt der Praxisbezug". Die Hilfe von "Inpetto" hätte auch sie schon zu Studentenzeiten allzu gerne in Anspruch genommen: "Ich glaube, dann wäre ich von Anfang an wesentlich abgeklärter gewesen".<BR><BR>Mit welchen Argumenten man etablierte Firmen überzeugen kann, wissen die Studenten inzwischen: "Wir sind frisch und bieten innovative Produkte, die direkt aus der Entwicklung kommen", sagt die Jung-Designerin. </P><P> </P><P> </P>

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