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Der Schott-Vorstandsvorsitzende Udo Ungeheuer und das neu entwickelte Touch-Glas für Smartphones.

Schott-Glas steigt ins Smartphone-Geschäft ein

Jena - Sie lassen sich über eine Glasfläche einfach mit dem Finger bedienen: Smartphones und Tablet-PCs. Das Glas für die internetfähigen Alleskönner liefert künftig auch Schott aus Jena. Es soll viel aushalten können.

Der Schott-Konzern steigt als Lieferant ultraharter Gläser in den schnell wachsenden Markt für Smartphones und die flachen Tablet-PCs ein. Vorstandschef Udo Ungeheuer stellte am Donnerstag in Jena die berührungsempfindlichen Deckgläser unter anderem für internetfähige Handys vor. Das Touch-Glas sei von Schott in Thüringen entwickelt worden und soll Anfang 2012 in Jena in Serie gefertigt werden. Das besonders feste und kratzbeständige Spezialglas sei ein “Paradebeispiel, dass es sich heute immer noch lohnt, in Deutschland zu entwickeln und zu produzieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Mainzer Spezialglasherstellers.

Schott rechnet damit, dass die neuen Touch-Gläser zunächst für einen Jahresumsatz im dreistelligen Millionenbereich in US-Dollar sorgen. Das Marktwachstum für die neuen Internet-Handys und Tablet-PCs sei riesig, sagte Ungeheuer. Damit steige auch der Bedarf an den bruchsicheren Spezialgläsern, die die berührungsempfindliche Technik abdecken. “Die derzeitigen Marktspieler kann man an einer Hand abzählen“, sagte Ungeheuer zur Wettbewerbssituation.

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Die Neuentwicklung für Smartphones ist nach Unternehmensangaben bis zu 20 Prozent härter als andere Produkte. Lutz Grübel, Schott-Vizepräsident Asien, sprach von einem Hochleistungswerkstoff, “der nur schwer kaputt zu bekommen ist“. Zudem könne die Verarbeitungszeit bei den Anwendern um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Derzeit werde das Produkt weltweit potenziellen Kunden vorgestellt.

In Jena wurde für die Serienproduktion eine Fertigungslinie umgebaut, die auch für die technisch anspruchsvolle Produktion von Flugzeug-Verglasungen genutzt wird. In Thüringen beschäftigt Schott derzeit rund 1200 Mitarbeiter. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Spezialglashersteller beschäftigt weltweit mehr als 17 000 Menschen.

dpa

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