Die Schrecken des WWW

- Wer hat sie nicht mehr im Gedächtnis - die spektakulären Virenangriffe auf Computer in der ganzen Welt. Millionen von Festplatten wurden befallen, Computer-Viren richteten einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Mittlerweile hat sich einiges an der Malware-Front getan. Auch wenn weniger Viren auftauchten, gibt es trotzdem genug andere Schädlinge.

Ein Computer, der am weltweiten Netz angeschlossen ist, kommt heute nicht mehr ohne wirksamen Schutz gegen die mannigfaltigen Bedrohungen aus. Während es bis vor einigen Jahren noch Viren waren, die mit großen Ausbrüchen  weltweitfür Aufsehen sorgten, so herrscht in diesem Jahr eher ein Krieg im Stillen zwischen den Programmierern von Malware (Schadsoftware) und den Virenanalytikern.

Die Hersteller von Schutzprogrammen gegen Malware haben damit zu kämpfen, dass ihnen die Hacker und Virenprogrammierer immer einen Schritt voraus sind, wie Eugene Kaspersky, Leiter der Kaspersky Lab Anti-Viren Forschung zu berichten weiß. Zudem steckt meist eine gehörige Portion krimineller Energie hinter den Machenschaften der im Verborgenen agierenden  Programmierer.

Ein Vorteil für geplagte Computerbenutzer ist hier die so genannte Heuristik der Antiviren-Programme, die auf "eigene Faust" versucht neue Bedrohungen zu erkennen. Ein weiteres wichtiges Element der Programme ist die regelmäßige Aktualisierung der Virensignatur-Dateien via Internet. Je nach Hersteller und Bedrohungslage gibt es mehrmals täglich neue Dateien, die den Schutz des Rechners gewährleisten.

Den wichtigsten Beitrag zum Schutz seines Rechners muss der Anwender aber selber leisten. Nur wer mit Bedacht im Internet surft und seine E-Mails liest, kann davon ausgehen, dass er verschont bleibt, denn die größte Schwachstelle jeder Sicherhetissoftware bleibt der User, der mit einem unbedachten Klick hier, einem neugierigen Blick dort plötzlich einen Trojaner installiert, der munter vertrauliche Daten wie Passwörter quer durchs Web verschickt oder den eigenen Rechner als Teil eines so genannten Bot-Netzwerkes installiert, damit er dann durch den Programmierer der Schadsoftware ferngesteuert werden kann. 

Eine ganz neue Variante sind sogenannte Blackmailer oder Ransomware. Ist der PC von so etwas befallen werden zunächst die Daten auf der  Festplatte verschlüsselt, um dann in einer Meldung die Freischaltung gegen eine meist geringe Gebühr zu verlangen.

Mehr Plage als Bedrohung ist die wachsende Anzahl von Spam-Mails. Darunter zu verstehen sind die massenhaft eingehenden Mails, die für medizinische Angebote, nackte Tatsachen oder Sonstiges werben. Gerade in Firmen machen solche Mails einen großen Anteil am Gesamtmailverkehr aus.

Ein Sonderfall sind Phisingmails, mit denen findige Betrüger versuchen den Benutzer zur Herausgabe seines Passwortes bei ebay, seiner Bankdaten oder Ähnlichem zu verleiten. Mit Links auf täuschend echt nachgemachte Internetseiten soll der unbedarfte Surfer betrogen werden. Aber auch hier gilt eine einfache Regel: seriöse Anbieter wie Banken, Auktionshäuser oder Online-Versandhändler werden niemals Daten wie Passwörter per Mail abfragen. Im Zweifelsfall hilft ein klärendes Telefonat.

Als Ausblick auf die Zukunft kann man resümieren, dass vermehrt neue Techniken auftauchen werden, die auf mangelndes Sicherheitsbewußtsein der Menschen abzielen. Mit der immer größeren Verbreitung von Handys mit allerlei Zusatzfunktionen, auch Smartphones genannt, wird z. B. auch dieses Gebiet für Hacker zunehmend interessant.

Antiviren-Programme:

Kaspersky Anti-Virus (www.kaspersky.de)

> Testbericht auf merkur-online.de Anti-Vir (www.free-av.de für Privatanwender kostenlos!) Sophos (www.sophos.de) McAfee (www.mcafee.de) Symantec (www.symantec.de) Norton Antivirus (www.norton.de) AVG (www.grisoft.de)

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