+
Die Macintosh-Computer von Apple sind bekannt für ihr geschlossenes System - Viren haben so kaum eine Chance. Ganz auszuschließen ist ein Befall jedoch nicht. Foto: Maurizio Gambarini

Schutz für Macs - Virenscanner bremsen das System

Trojaner, erschlichene Root-Rechte, verseuchte Programmierumgebungen oder löchrige Programme und Treiber: Das Apple-Betriebssystem Mac OS X ist schon länger kein Hort komplett schadsoftwarefreier Glückseligkeit mehr. Doch wie schützt man seinen Mac?

Berlin (dpa/tmn) - Schadsoftware für Macs: Es gibt sie - wenn auch wesentlich seltener als für Windows-PCs. Deshalb schadet ein Virenscanner auch auf Apple-Rechnern nicht. Allerdings sollte man aufpassen, dass man sich kein Schutzprogramm installiert, das den Mac zu stark ausbremst.

Dies ist nämlich bei vielen Scannern der Fall, wie das AV-Test-Institut in einem aktuellen Vergleich herausgefunden hat. Auf dem Prüfstand standen im Oktober und November zehn kostenpflichtige und drei kostenlose Schutzlösungen unter Mac OS X 10.11 (El Capitan) - jeweils in der englischen Sprachversion.

Die drei kostenlosen Lösungen im Test stammen von Avast (Mac Security 11.3 [45420]), Avira (Free AntiVirus 3.2.2.18) und Sophos (Anti-Virus 9.4.0) und erkannten im Test allesamt die Angreifer zu 100 Prozent. Beim Leistungsverlust schnitt das Gratis-Trio aber sehr unterschiedlich ab: Am wenigsten bremste der Sophos-Scanner (Platz 5 im gesamten Geschwindigkeits-Testfeld und 20 Prozent Verlangsamung). Avira brachte es in dieser Testdisziplin auf den siebten Platz (40 Prozent Verlangsamung). Und Avast bildete das Geschwindigkeits-Schlusslicht des gesamten Testfeldes (170 Prozent Verlangsamung).

Zum Verhängnis im Test wurde dem Avast-Scanner seine Arbeitsweise, die sich von allen anderen Testkandidaten unterscheidet, erklären die AV-Test-Experten: Bei Downloads scannt er die Dateien bereits direkt beim Herunterladen. Das sei sogar sehr sicher, koste aber eben auch viel Zeit. Die anderen Produkte prüften dagegen erst, wenn die Dateien ganz auf dem Rechner angekommen sind und ausgeführt werden. Grundsätzlich sei aber auch eine Systemverlangsamung um 40 Prozent wie beim Avira-Scanner nicht mehr akzeptabel.

Der Geschwindigkeitstest setzte sich aus drei Disziplinen zusammen. Zum einen wurden auf einem Referenz-System 26,6 GByte Daten kopiert, zum anderen sogenannte MD5-Hashwerte für Dateien berechnet. Und bei der dritten Disziplin handelte es sich um den Download eines Satzes Dateien.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bixby-Taste von Samsung Galaxy S8 und Note 8 deaktivierbar
Der digitale Smartphone-Assistent Bixby der neuen Galaxys öffnet sich standardmäßig nach kurzem Tastendruck. Dies ist manchen Nutzen ungewollt öfters passiert: mit dem …
Bixby-Taste von Samsung Galaxy S8 und Note 8 deaktivierbar
Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Updates einschalten, Passwörter nicht im Klartext speichern und gefährliche Inhalte blockieren. Schon mit wenigen Handgriffen und Mausklicks lässt sich der Browser …
Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Wo kein Kabel hinreicht, muss der Funk herhalten. Breitbandinternet über LTE ist mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands eine Alternative. Immer mehr Angebote sind …
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Facebook und Twitter verbinden
Wer sowohl Facebook als auch Twitter nutzt, kann beide Profile verknüpfen. Vorteil: Was im einen Netzwerk gepostet wird, das erscheint automatisch auch im anderen …
Facebook und Twitter verbinden

Kommentare