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Transsexuelle Männer können gesunde Kinder zur Welt bringen.

Amerikaner ist zum zweiten Mal schwanger

Ein transsexueller Mann ist zum zweiten Mal schwanger, weil seine Frau keine Kinder bekommen kann.

In den USA erwartet ein transsexueller Mann sein zweites Kind. Im vergangenen Frühjahr machte er bereits weltweit Schlagzeilen als "schwangerer Mann". Das Schwulen- und Lesben-Magazin "The Advocate" berichtet über neues von Beatie.

Das Baby werde im Juni zur Welt kommen, erzählte Beatie der amerikanischen Star-Moderatorin Barbara Walters von ABC News. "Ich fühle mich sehr gut." Er habe nach der Geburt seiner ersten Tochter auf die Einnahme des männlichen Hormons Testosteron verzichtet, um noch einmal schwanger zu werden. Beaties Ehefrau Nancy kann nach einer Gebärmutteroperation keine Kinder mehr bekommen. Nach Angaben des Senders ABC sollte die Sendung mit dem werdenden Vater am Freitagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden. Eine Bildergeschichte über Beatie gibt es bereits online. Es ist das erste Fernsehinterview Beaties seit der Geburt von Töchterchen Susan Juliette im vergangenen Juni.

Drei Wochen nach der Geburt hatte sich der 34-jährige Beatie von der US-Zeitschrift "People" mit dem Baby ablichten lassen. CNN berichtete mit einem Video über die Schwangerschaft. In der populären TV-Show von Oprah Winfrey ließ Beatie sich bereitwillig seinen Bauch befühlen und gab Auskunft über sein Sexleben.

Das deutsche Blog Genderbefreit weist darauf hin, dass Beatie nicht der erste schwangere Mann sei, sondern lediglich der erste, der berühmt wurde. Der Verein TransInterQueer bietet Transsexuellen ob schwanger oder nicht Hilfe und Beratung.

Hintergrund

Beatie hatte über 20 Jahre als Frau gelebt, sich vor gut zehn Jahren aber zu einer teilweisen Geschlechtsumwandlung entschlossen, bei der unter anderem die Brüste entfernt wurden. Er besitzt aber noch Eierstöcke und Gebärmutter und ist dadurch in der Lage, schwanger zu werden und ein Kind auszutragen.

Heute lebt er rechtlich als Mann mit seiner 46-jährigen Ehefrau Nancy zusammen. Das Paar hatte sich zur "männlichen Schwangerschaft" durch künstliche Befruchtung entschlossen, weil Nancy nach der Unterleibsoperation nicht mehr schwanger werden konnte. Die künstliche Befruchtung erfolgte mit einem eigenen Ei und Spendersamen.

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