Schwarze Schafe bitten zur Kasse

- Für Singles war die Faschingszeit früher der Höhepunkt des Jahres, denn die Gelegenheiten zum Anbandeln waren zahlreich. Heute hat der Faschingsball seinen Spitzenplatz bei einsamen Herzen an Internet und Handy verloren. Dort boomt die Partnersuche.

Das ganze Jahr über wird gesucht, geflirtet und gedated - schließlich kann man bei verschiedenen Kontaktbörsen tausende Singles in ganz Deutschland virtuell in Augenschein nehmen und kontaktieren.<BR><BR>Chatiquette ist Pflicht<BR>Leider hat der Online-Dating-Boom auch seine Schattenseiten: Im Cyberspace tummeln sich nicht nur unseriöse Anbieter, es gibt auch schwarze Schafe bei der Partnersuche und nicht zuletzt kann man bei der Kommunikation via Handy und Internet über so manchen Fallstrick stolpern.<BR><BR>Obwohl die vermeintliche Anonymität der digitalen Kommunikation verführerisch ist, gilt beim Flirten und Verabreden im Web oder per Handy: Höflichkeit ist Pflicht! Als Knigge für Chats und E-Mail-Austausch fungiert die "Chatiquette", eine Liste von Benimmregeln, die man bei www.chatiquette.info nachlesen kann.<BR><BR>In Single- oder Kontaktbörsen tritt man nicht mit seinem echten Namen in Erscheinung, sondern man wählt einen so genannten "Nickname". Einfache, aber aussagekräftige Namen sind die erste Wahl. Wer sich für "sexysusi" oder "casanova" als Nickname entscheidet, muss sich nicht über entsprechende Zuschriften wundern.<BR><BR>Bevor man auf die Datenbanken von Online-Partnerbörsen zugreifen kann, muss man in der Regel Fragen zur eigenen Person beantworten. Für die Antworten sollte man sich Zeit nehmen und ehrlich sein. Ein Unterschied zwischen Partnersuche per Internet oder Kontaktanzeige ist das Tempo. Für die Antwort auf eine Anzeige kann man sich alle Zeit der Welt nehmen.<BR><BR>Im Internet und beim Handy-Flirt muss man dagegen direkt und unmittelbar auf Fragen antworten, Abkürzungen sind daher die Regel. Ein Verzeichnis der wichtigsten Kurzfassungen für den SMS- und Internet-Chat bietet www.singleboersen-vergleich.de.<BR><BR>Der Erfolg der Partnersuche im Web und per SMS hat leider auch unseriöse Anbieter auf den Plan gerufen, die sich das schnelle Geld erhoffen. Statt zum neuen Traumpartner wird man an einen 0190-Dialer geleitet und bei der nächsten Telefonrechnung kräftig zur Kasse gebeten.<BR><BR>Animateur sorgt für Liebesgeflüster<BR>Auch der SMS-Flirt kann teuer kommen: Bei manchen Premium-Kontakten hat man keinen suchenden Single an der Angel, sondern einen geschulten Animateur, der nichts weiter will als die Handy-Rechnung in die Höhe zu treiben.<BR><BR>Wer sicher gehen möchte, dass der Betreiber einer Single-Börse seriös ist, sollte auf folgende Punkte achten: Die AGBs des Anbieters müssen auf der Seite vorhanden sein - lesen sollte man sie auch. Ebenso wichtig sind die Angaben zum Datenschutz, damit persönliche Angaben sicher sind.<BR><BR>Gute Anbieter lassen sich daran erkennen, dass die Kosten und die Leistungen klar definiert und transparent dargestellt werden. Wichtig ist auch, dass ein Kon-takt für Problemfälle angegeben ist. Bei allen seriösen Betreibern gibt es eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer, an die man sich wenden kann, wenn es Probleme mit anderen Teilnehmern oder beim Dating gibt.<BR><BR>Um sich selbst beim Online-Flirten und Dating zu schützen, sollte man seine Anonymität wahren, also einen Nickname verwenden und sich gut überlegen, wann und an wen man E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Anschrift herausgibt. Gute Aufklärung über Risiken, sowie gute Ratschläge dazu hat www.saferdating.de parat.<BR><BR>Adressen<BR>www.chatiquette.info<BR>www.singleboersen-vergleich.de<BR>www.saferdating.de<BR><BR>Buchtipp:<BR>Dating. Von Heidi Sonja Ross. GU Kompass, 6,90 Euro.

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