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Gleiche Chancen für Männer und Frauen? Über Gleichberechtigung wird am Weltfrauentag viel diskutiert.

Weltfrauentag: Zeitgemäß trotz Barbie und Kanzlerin?

Alle Jahre wieder: Am Weltfrauentag wird über Gleichberechtigung diskutiert. Aber auch über das Existenzrecht dieses Tages, über Barbies und Comics.

Am 8. März ist Internationaler Frauentag, auch Weltfrauentag genannt. Traditionell nehmen die meisten Medien dieses Datum zum Anlass,  um sich mit dem Thema Gleichberechtigung zu beschäftigen. Eng verbunden mit der Frage „Welche Chancen haben Frauen eigentlich heutzutage?“ scheint dabei immer ein zweiter Aspekt: die Debatte über die Existenzberechtigung eines solchen Tages.

„Was soll ein Weltfrauentag in einem Land noch bewirken, in dem es eine Kanzlerin gibt, mehrere Ministerinnen, in dem Frauen Professorinnen sind, Intendantinnen, Verlegerinnen, Unternehmerinnen?“, heißt es unmissverständlich in einem Kommentar auf Welt Online.


Die Antwort kommt zum Beispiel von Frauenrechtlerin Dr. Hanna Beate Schöpp-Schilling im Interview mit heute.de: „Natürlich haben wir in Deutschland die rechtliche Gleichberechtigung erreicht, (…), aber was die faktische Gleichbehandlung angeht, gibt es bei uns noch sehr viel zu tun."

„Bei der Gleichberechtigung liegt noch so vieles im Argen: Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer“, kommentiert auch die Süddeutsche Zeitung, sieht die Schuld aber auch bei den Frauen selbst.

Die taz konzentriert sich in ihrer Analyse auf die Rolle von Frauen in der Politik. Fazit: Der Politikbetrieb sei trotz Bundeskanzlerin und Ministerinnen sexistisch. „Möglicherweise täuschen die Frontfrauen im Kabinett sogar darüber hinweg, wie machtlos Frauen in der Politik sind.“

Der Tagesspiegel beschäftigt sich mit der Rolle der Frau weltweit – von weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern in Norwegen bis zu Frauen aus Afghanistan, dem Irak oder Afrika, die mit Gewalt und Demütigungen leben müssen.


Informationen zur Geschichte der Gleichberechtigung gibt es auf tagesschau.de, zum Beispiel auf der Mediathek-Sonderseite zum Frauentag und in einem Video mit dem Titel „Der lange Weg der Frauen in die Politik“.

Neben Kommentaren und Hintergrundinformationen finden sich im Netz auch kuriose Meldungen rund um den Weltfrauentag: So würdigt die Vatikan-Zeitung die Waschmaschine als Erfindung, die im 20. Jahrhundert am meisten zur Emanzipation der westlichen Frauen beigetragen habe, welt.de kürt Barbie zur mächtigsten Frauenrechtlerin und tagesschau.de geht der Frage nach, wie es um die Emanzipation bei Comic-Figuren bestellt ist.

In der Frankfurter Rundschau findet sich zudem ein satirischer Beitrag mit Tipps, wie man als Arbeitgeber eine gleiche Bezahlung von Männern und Frauen am besten verhindern kann.

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