Haftbefehl gegen NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben

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Internet für junge Wähler wichtigstes Informationsmedium

Berlin - Viele jüngere Wähler sehen das Internet als Informationsquelle Nummer eins für politische Themen.

Rund 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen informieren sich im Web über Politik; für rund 44 Prozent der Befragten kann eine Partei ohne Internetpräsentation keine Wahl mehr gewinnen. Das geht aus einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Hightech-Verbandes Bitkom hervor. “Das Internet wird zum zentralen Medium für die Kommunikation zwischen Politikern und Bürgern“, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Wenn die Deutschen sich im Netz über Politik informieren, besuchen sie am liebsten die Nachrichtenseiten der klassischen Medien. Rund 81 Prozent informieren sich bei den Online-Angeboten von Zeitungen, Magazinen oder TV-Sendern. “Die journalistische Kompetenz der klassischen Medien setzt sich auch im Internet durch“, bilanzierte Scheer. Der Studie zufolge nutzt jeder Dritte die Web-Seiten der politischen Parteien. Die Wähler wollen dabei Inhalte erfahren; nur jeder fünfte sucht nach privaten Informationen der Politiker im Netz.

Stark im Kommen sind soziale Online-Netzwerke. Rund 28 Prozent der 18- bis 49-Jährigen nutzen Plattformen wie Facebook, Xing, Youtube oder StudiVZ, um sich über politische Themen zu informieren. Doch zeigte die Studie auch: Fast 40 Prozent der Befragten möchten per Internet direkt auf Entscheidungen Einfluss nehmen. Rund 80 Prozent würden laut Studie in ihrer Kommune öffentliche Leistungen gerne kritisieren, rund 62 Prozent ihren Ärger über öffentliche Bauvorhaben diskutieren und knapp 58 Prozent Vorschläge zur Verwendung von Steuereinnahmen auf lokaler Ebene machen.

Bislang gibt es diese sogenannten Bürgerhaushalte in mehr als hundert deutschen Städten und Gemeinden. Als überraschend bezeichnete Scheer die hohe Akzeptanz von Online-Wahlen, die bislang in Deutschland noch verboten sind. Fast die Hälfte der Bundesbürger würde ihre Stimme bei Wahlen elektronisch abgeben, wenn sie es könnten. Unter den 18- bis 49-Jährigen sind es sogar 57 Prozent. Als Hauptgrund für dieses Ergebnis nannte Scheer die höhere Schnelligkeit und Ortsunabhängigkeit der Stimmabgabe. “Die Mobilisierung der Wähler würde durch Online-Wahlen deutlich erleichtert“, sagte Scheer. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Branchenverbands Bitkom im Juni 1.005 repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahren per Telefon. http://www.bitkom.org/ Ende## AP

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