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Papst Benedikt: War er schlecht informiert?

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Kommentare: Der Papst in der Kritik

Das schreiben die Anderen: Papst Benedikt XVI. muss harsche Kritik einstecken, weil er einen exkommunizierten Holocaust-Leugner zurück in die Kirche geholt hat.

Schon seit Tagen geistert die Entscheidung Papst Benedikt XVI. durch die Medien, den exkommunizierten britischen Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson sowie drei andere Traditionalisten wieder in die Kirche aufzunehmen. Kritiker mehren sich.

In Bild erklären deutsche Bischöfe, warum sie sich nicht hinter, sondern gegen den Papst stellen. Einer fordert dessen Rücktritt, ein andere nimmt ihn in Schutz und glaubt, er sei schlecht beraten worden. Unterdessen schreibt FAZ.net, die Piusbruderschaft (eine Gruppe von Traditionalisten innerhalb der katholischen Kirche), der die wieder aufgenommenen Bischöfe angehören, wollen Rom nach ihren Vorstellungen bekehren.

Kommentare zur Papst-Entscheidung

Die Süddeutsche Zeitung schreibt, die katholische Kirche unter Papst Benedeikt XVI kehre zurück ins 19. Jahrhundert und zum alten römisch-katholischen Dünkel. Der deutsche Ratzinger habe nicht aus Mangel an Informationen gehandelt, sondern aus Überzeugung und Sympathie für die ultrakonservativen Bischöfe.

Die Welt hält den Papst in ihrem Leitartikel für einen liberalen Katholiken, der aus Nächstenliebe Gutes tun wollte. Dass es ein großer Fehler war, den Holocaust-Leugner Williamson wieder aufnehmen zu wollen, bestreitet der Autor nicht. Das Verhältnis zu den Juden sei nachhaltig erschüttert, schreibt die Welt. 

FAZ.net lässt sich über die offensichtliche Fehlentscheidung des Papstes deutlich zu hochtrabend aus. Der Kommentar ist überfrachtet mit großen Worten und will nur sagen: Der Papst sollte seinen Fehler eingestehen, die Dekrete zurücknehmen und zeigen, "dass auch Päpste nicht unfehlbar sind".

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