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Werbung macht sich bezahlt: Ein Plakat wirbt in Grevenbroich für den Film "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!".

Bundestagswahl: Horst Schlämmer überholt die Kommunisten

Potsdam - Passen einem die realen Politiker nicht, wählt man fiktive. So räumte die Kunstfigur „Horst Schlämmer“ alias Hape Kerkeling bei der Bundestagswahl in Potsdam zehn Stimmen ab.

Hape Kerkeling hat (mal wieder) den Nerv der Zeit getroffen. Mit seiner Kunstfigur Horst Schlämmer und dessen HSP-Partei hat er doch tatsächlich Wähler mobilisieren können. Was als Scherz zum Film „Isch kandidiere" begann, wurde jetzt ernst.

Denn wie die Märkische Allgemeine Zeitungin ihrer Onlineausgabe berichtet, schrieben etwa zehn Wähler selbstständig den Namen „Horst Schlämmer“ und die HSP auf den Wahlzettel und kreuzten sie dann auch an. „Die haben das wohl wirklich ernst genommen“, vermutete der Potsdamer Stadt-Statistiker Reiner Pokorny.

Ähnliches hatte auch RP.online zu berichten. In Rees am Niederrhein bekam Schlämmer, laut oe24.de stellvertretender Chefredakteur des fiktiven Grevenbroicher Tagblatts und gleichzeitig Spitzenkandidat der selbstgegründeten HSP, ebenfalls ein kleines Häufchen der Stimmen. Denn auch hier reichten wohl einigen Wählern die angegebenen Kandidaten nicht aus, sie schrieben kurzerhand Kerkeling noch mit drauf. Doch Pech gehabt: Mit der Aktion verloren die Stimmzettel ihre Gültigkeit. „Schlämmer kann sich aber damit trösten, dass er auf diese Weise mehr Stimmen als die Kommunisten geholt hat“, resümiert RP.online. Denn die MLPD bekam nur eine einzige „Ehren“-Stimme.

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