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Die übereilte Pressemitteilung von Wikileaks.de

Peinlicher Wirbel um Wikileaks.de

Das Portal ist seit Donnerstag nicht erreichbar. Das führte am Osterwochenende zu Zensur-Vorwürfen seitens des Betreibers. Scheinbar hat er aber nur einen Termin verschwitzt und ist selbst Schuld am Chaos.

Das Portal Wikileaks, das immer wieder mit außergewöhnlichen Inhalten auf sich aufmerksam macht, steht momentan in ungünstigem Licht. Seit Donnerstagabend vor Ostern ist die Internetseite www.wikileaks.de nicht zu erreichen.

Es erscheint ein Hinweis der Registrierungsstelle für .de-Adressen DENIC, der darüber informiert, dass die Seite nicht zu erreichen ist. Die Betreiber von Wikileaks haben sogleich eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie von einer Domain-Sperrung ohne Vorwarnung sprechen und das böse Wort "Zensur" in Umlauf bringen. Man behauptete, die DENIC habe die Domain gesperrt.

Inzwischen stellte sich heraus, der Provider kündigte den Wikileaks-Betreibern bereits Ende letzten Jahres den Vertrag und wies darauf hin, dass Wikileaks sich zum April um die Übernahme der Domain kümmern muss. Provider geben Domains nach Ende der Vertragslaufzeit an die DENIC zurück. Dort liegt nun auch ww.wikileaks.de "in Transit" und ist nicht mehr erreichbar. Wikileaks erlebt also scheinbar ein ganz normales Verfahren und keine Zensur. Die ganze Schlammschlacht lesen Sie ausführlich auf Heise und bei ORFs Futurezone.

Reaktionen in den Blogs

In den Blogs sorgte das Thema für erheblichen Wirbel am Osterwochenende. Bevor sich herausstellte, dass es sich um normale Vorgänge handelte, schlug man kräftig in die Internet-Zensur-Kerbe.

Netplanet schimpft über die Berichterstattung am Wochenende und empfiehlt dem Wikileaks-Betreiber schon einmal ein Entschuldigungs-Schreiben. Das Antiterror.blog spricht von einem PR-Desaster für Wikileaks. Im Netzpolitik-Blog diskutieren die Kommentatoren den Vorfall um Wikileaks.

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