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Faszinierend: Die Grafik in El Shaddai: Ascension of the Metatron wirkt wie gemalt.

El Shaddai: Enochs Bilderbuch-Abenteuer

München – Mit dem Namen Enoch verbinden viele den Papa des gefallenen Politik-Stars Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Allerdings heißt so auch der Held in El Shaddai: Ascension of the Metatron, das eine atemberaubende Grafik bietet. Und der Rest?

Story

In El Shaddai: Ascension of the Metatron erleben die Spieler die spannende Geschichte eines einsamen Kämpfers, dessen Aufgabe nichts weniger als die Rettung der menschlichen Rasse ist. Der Titel spielt in einer Welt, in der eine Reihe von Engeln namens Grigori die Herrschaft ausübt. Ursprünglich waren diese himmlischen Wesen Diener Gottes, und wachten über die Menschheit. Doch eines Tages erlagen sie der Versuchung und verließen den Himmel, um auf der Erde unter den Menschen zu leben. Doch die Grigori übten einen negativen Einfluss auf die Menschheit aus und errichteten zudem mit dem Turm zu Babel ein blasphemisches Denkmal zu ihren eigenen Ehren. Folglich beschloss der Himmlische Rat, eine große Flut über die Erde zu schicken, um sowohl diese Engel als auch die Menschheit auszulöschen. Gegen diesen Plan der göttlichen Herrschern erhob sich nur eine Stimme: Enoch, ein Mensch, der als bescheidener Schriftgelehrter im Himmel seinen Dienst erfüllte. Enoch erwirkt einen Handel: Gelingt es ihm, die abtrünnigen Engel einzufangen, verzichten die Götter auf ihre Bestrafung. Und damit beginnt das abenteuerliche Geschehen von El Shaddai und seinen insgesamt zwölf Missionen.

Man muss anerkennen: Im Gegensatz zu vielen anderen Videogame-Storylines, bei dem man die USA mal wieder vor einem Terrorangriff retten muss oder den den Plan eines Schurken vereiteln muss, der die Weltherrschaft an sich reißen will bietet die alttestamentarische Hintergrundgeschichte von El Shaddai: Ascension of the Metatron. Kurzum: Die religiöse Hintergrundgeschichte ist absolut fesselnd. So innovativ die Story aber auch ist: Man merkt, dass japanische Spieledesigner am Werk waren. Denn zuweilen driftet die Geschichte in für mitteleuropäische Gamer schwer verständliche Konfusion ab.

Gameplay

In optischer Hinsicht ist El Shaddai: Ascension of the Metatron ein einzigartiges, lebendiges und animiertes Kunstwerk. Die Grafik wirkt fast wie gemalt. Vergleichbar Schönes hat man selten gesehen. Hier gibt es nur ein Wort: Umwerfend. Fasziniert bewegt man sich in einer faszinierend bunten welt umher. Auch die Soundkulisse mit ihren bombastischen und opulenten Orchesterstücken lässt den Adrenalinspiegel des Spielers oftmals in die Höhe rauschen. Der Spieler findet sich in der Rolle von Enoch wieder, der die Welt von El Shaddai: Ascension of the Metatron zunächst völlig unbewaffnet betritt. In dieser 3-D-Welt muss Enoch die umherstreifenden Engel aufspüren und im Kampf besiegen.

Anfangs bedient er sich dazu seiner ausgezeichneten Nahkampf-Fähigkeiten. Zudem kann er sich mit jenen Waffen ausrüsten, die seine Gegner im Kampf verlieren, was seine Angriffsstärke weiter verbessert. Die Bandbreite reicht von Schwertern bis hin zu Fernkampfwaffen, doch die begehrteste Waffe ist ein Schwert namens Arch – eine heilige Klinge, der nichts und niemand standhält. Auch die Gegner-Horden nicht, die in Button-Hämmer-Orgien mit Kombo-Attacken bezwungen werden.

Das Spiel springt munter zwischen 3-D-Sequenzen im Stile von Devil May Cry und 2-D-Sequenzen, wie man sie aus dem 16-Bit-Castlevania kennt, umher. Manchmal sogar ein wenig zu häufig. Auch die Cutscenes unterbrechen das Spiel ein wenig zu häufig. Abermals sollte man sich vor Augen halten, dass hier Japaner am Werk waren. Und die sind – wie jeder Metal-Gear-Fan weiß – extrem verliebt in Zwischenfilme.

Fazit

Geniale Grafik, großartiger Sound und eine innovative, alttestamentarische Geschichte. Wer auf Spiele à la Dantes Inferno steht, liegt bei El Shaddai: Ascension of the Metatron sicher richtig.

Genre: Third-Person-Action

Hersteller: Konami

Für: Playstation 3 und Xbox 360

Altersfreigabe: Ab 12 Jahren

fro

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