SIM-Karten auch für Wasserzähler

Berlin - Das mobile Internet dringt in immer mehr Alltagsbereiche vor. Mit dieser und anderen Entwicklungen beschäftigten Teilnehmer einer Konferenz der herstellerunabhängigen Organisation “Mobile Monday“.

“Neben der Entwicklung von Business-Anwendungen ist es ein großer Trend, dass die SIM-Karte überall integriert wird“, sagte Mitbegründer und Vorstandsmitglied Mark Wächter und nannte als Beispiele Strom-, Gas- und Wasserzähler.

 “Die Entwicklung geht ganz klar in Richtung eines Internet der Dinge, auch in Richtung der Kommunikation von Maschine zu Maschine.“ Der “Mobile Monday“ entstand vor zehn Jahren in Finnland und ist seit 2006 auch in Deutschland aktiv, mit regelmäßigen Treffen in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main. “Wir verstehen uns als Visionäre, die frühzeitig Trends aufgreifen“, sagte Wächter im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Der lockeren Organisation gehören weltweit rund 20 000 Mitglieder an, in Deutschland sind es 3500. “Zurzeit wird die Wertschöpfungskette im mobilen Internet völlig neu aufgestellt“, sagte Wächter. “Da stellt sich die Frage, wer am längeren Hebel sitzt, die Hersteller der Endgeräte oder die Anbieter von Inhalten wie Facebook.“ Dann gebe es noch die Netzbetreiber und die Internet-Giganten wie Google und Microsoft. “Zurzeit ist es nicht einfach für die Netzbetreiber, sich zu positionieren“, sagte der Experte, der in Hattingen im Ruhrgebiet ein Beratungsunternehmen führt. “Sie haben es bisher nicht geschafft, am Verkauf der Apps mitzuverdienen.“

Die Konferenz in Berlin präsentierte aktuelle Trends der Software-Entwicklung fürs Smartphone in einem “App Circus“. “Wir haben heute weltweit etwa hundert App Stores“, sagte Wächter. “Ist das aus Verbrauchersicht sinnvoll? Eigentlich nicht. Es kommt darauf an, dass die verschiedenen mobilen Welten mit Standards und offenen Schnittstellen verbunden werden können.“

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