+
Für die Entsperrung des Smartphone-Bildschirms existieren verschiedene Sicherheitssysteme. Keines ist jedoch gleichzeitig sicher, komfortabel und datenschutzgerecht. Foto: Julian Stratenschulte

Smartphone-Sperre: Nur lange Passwörter sind sicher

Damit Daten auf dem Smartphone privat bleiben, sperren viele Nutzer ihre Geräte mit Codes und Sperrmustern. Häufig lassen sich diese Sicherheitssperren aber recht einfach umgehen. Was tun?

Berlin (dpa/tmn) - Der Sperrcode für das Smartphone gehört für die meisten Nutzer zum Standardschutz. Die meisten nutzen einen vierstelligen Code oder die praktische Mustersperre ihres Androidgeräts.

Wirklich sicher ist das aber nicht, wie die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) mitteilt. Nur lange Passwörter, die keinem erkennbaren Muster folgen, bieten wirklichen Schutz. Gerade die beliebte Mustersperre lässt sich leicht überwinden. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Sperrmöglichkeiten im Überblick:

Sperrmuster: Hier werden Punkte per Fingerwisch zu einem Muster verbunden. Das ist leicht zu merken und schnell erledigt. Allerdings hinterlassen die Finger dabei einen Fettfilm auf dem Display, über den das Muster leicht ausgespäht werden kann.

Passcode: Der Standard sind vierstellige Codes. Sie sind schnell eingetippt, allerdings auch schnell erraten. Die meisten Nutzer setzen auf Geburtstage oder einfache Zahlenfolgen, was die Codes berechenbar macht. Auch hier können Fingerspuren die richtigen Zahlen verraten. Deswegen sollte ein Code aus mindestens sechs Ziffern oder - besser - Buchstaben und Ziffern bestehen, die keinem erkennbaren Muster folgen.

Biometrische Sperren: Telefone können auch per Gesichtserkennung entsperrt werden. Dazu wird ein Foto auf dem Gerät gespeichert, die Frontkamera schaut dann, ob ein gespeicherter Nutzer auf das Gerät blickt. Für den Nutzer ist diese FaceUnlock genannte Technik schnell und einfach zu nutzen. Sie kann bislang aber noch recht einfach überwunden werden. Häufig reicht es aus, ein Bild des Nutzers vor die Kamera zu halten. Sicherer ist die Entsperrung per Fingerabdruck. Zwar kann auch sie mit einem kopierten Fingerabdruck geknackt werden. Das ist aber recht aufwendig. Datenschützer raten vom Speichern biometrischer Merkmale auf digitalen Geräten ab.

Bericht auf handysektor.de

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mobilfunk-Netztest: Telekom weiter vorn, Qualität steigt
Das Mobilfunknetz in Deutschland wird besser, aber alte Schwächen gibt es nach wie vor. Auch bei der Platzierung der drei großen Anbieter im "Chip"-Netztest gibt es …
Mobilfunk-Netztest: Telekom weiter vorn, Qualität steigt
Updates für HP-Drucker mit Sicherheitslücke
Mehrere Druckermodelle von HP weisen Sicherheitslücken auf. Ob das eigene Gerät betroffen ist, können Verbraucher auf einer Liste des Herstellers überprüfen. Zudem steht …
Updates für HP-Drucker mit Sicherheitslücke
Microsoft stellt PDF-Betrachter ein
Der Countdown für das Ende der Reader-App läuft: Microsoft wird das Programm im Februar 2018 abschalten. Nutzer können dann auf Alternativen ausweichen.
Microsoft stellt PDF-Betrachter ein
Chrome-Erweiterung schöpft Facebook-Daten ab
Eine Chrome-Erweiterung namens Browse-Secure gibt vor, den Google-Browser sicherer zu machen. Tatsächlich schöpft sie aber Kontaktdaten aus den sozialen Netzwerken …
Chrome-Erweiterung schöpft Facebook-Daten ab

Kommentare