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Lebte in einer fortschrittlichen Zeit: Abraham Lincoln.

Gab es den Smiley schon zu Lincolns Zeiten?

Ist das Smiley 147 Jahre alt? Das fragt sich die New York Times nach einem Dachbodenfund.

Forscher haben in alten Ausgaben der Zeitung New York Times einen 147 Jahre alten Artikel über den damaligen Präsidenten Abraham Lincoln gefunden. Dort werden Ausschnitte seiner Rede zitiert, die er 1862 vor Politikern hielt.

Deren Inhalt ist jedoch nebensächlich: Die Forscher wollen einen Smiley entdeckt haben, und zwar in diesem Satz:

"… there is no precedent for your being here yourselves, (applause and laughter ;) and I offer, in justification of myself and you, that I have found nothing in the Constitution against."

In der eingeschobenen Klammer wirken Semikolon und schließende Klammer wie ein zwinkerndes Smiley. Nun fragt sich die Autorin Jennifer 8. Lee, ob die New York Times das Emoticon vor 147 Jahren erfunden hat, ob es ein einfacher Tippfehler war oder ob es der damaligen Rechtschreibung Rechnung trägt. Das fragt sie sich übrigens in 1508 Wörtern. Das sind 8821 Zeichen, die in der Schriftgröße 12 über drei Seiten eines Word-Dokuments füllen.

Man kann das nun übertrieben halten oder angemessen - immerhin sollte der Artikel eine leichte Lesegeschichte werden - oder man kann es einfach in Relation setzen: 8821 Zeichen Reflexion über ein falsch gesetztes Zeichen. Denn sieht man die abschließende Klammer im Kontext, wirft nur das merkwürdig gesetzte Semikolon Fragen auf.

Die Lästerseite Valleywag hat sich des Themas gleich angenommen. Ein User postet in den Kommentaren sein Lieblings-Emoticon: =|:-)]  Es soll wohl Abraham Lincoln darstellen, der stets Bart und Hut trug.

Wer weiß, was der Autor 1862 sagen wollte. Vielleicht ist das Smiley durch diese Entdeckung schlagartig um 120 Jahre gealtert. Scott E. Fahlmann wird sich ärgern - immerhin soll er 1982 das Smiley erfunden haben. Welche Bedeutungen man mit der Tastatur noch in einen Text legen kann, erklärt die Kindersuchmaschine Blinde Kuh.

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