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Kommunikation per Kurznachricht: in Zukunft sogar kostenlos!

Die klassische SMS funkt SOS - so simsen Sie in Zukunft gratis!

München - Steht die klassische SMS vor dem Aus? Mittlerweile gibt es einige Wege, Textnachrichten vom Smartphone zu verschicken - und das kostenlos. Hier gibt es einen Überlick:

46 Milliarden – das ist keine neue Schreckenszahl rund um die Euro-Krise, sondern die Zahl der SMS, die in Deutschland 2011 geschrieben werden. Das bedeutet: Durchschnittlich tippt jeder Mensch in Deutschland dieses Jahr 563 Kurznachrichten. Doch nun sagen Experten das langsame Ende der klassischen SMS voraus. Und schon jetzt gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich das Geld für SMS zu sparen und Kurznachrichten gratis zu verschicken. Die tz verrät, was dahintersteckt:

Die SMS-App:

Das Programm „WhatsApp Messenger“ führt seit Längerem die iPhone-Charts an, ist aber auch für Android, BlackBerry, Windows Phone 7 und sogar klassische Nokia-Handys zu haben. Für die iPhone-App zahlen Sie einmalig 79 Cent, für Android ist das erste Jahr gratis, danach kostet die Nutzung 1,50 Euro im Jahr. Mit WhatsApp können Sie kostenlos SMS (ohne 160-Zeichen-Limit), Fotos oder Videos versenden – egal, welches Gerät der Empfänger nutzt. Nachteil: Sie können nur mit denjenigen gratis simsen, die ebenfalls WhatsApp installiert haben. Es lohnt sich also, Familie und Freunde davon zu überzeugen, die App zu laden.

Die iPhone-SMS:

Mit dem neuen iPhone-Betriebssystem iOS 5 (Gratis zum Herunterladen), das es auch für iPod touch und iPad gibt, können Sie ebenfalls kostenlos simsen und Daten verschicken. Genau wie bei WhatsApp werden die Nachrichten dann nicht mehr übers Handynetz übertragen, sondern via Internet. Das Beste an der Apple-Lösung: Sie müssen für den neuen Service „iMessage“ nichts lernen, brauchen kein Extra-Programm. Sie schreiben wie gewohnt Ihre Nachrichten im SMS-Menü. Wenn die Software merkt, dass derAdressatebenfalls iOS 5 installiert hat, färbt sich der Senden-Knopf automatisch von grün auf blau, und Sie schreiben kostenlos. Einfacher geht’s nicht! Nachteil: iMessage funktioniert nur zwischen Apple-Geräten.

Die Zukunftaussichten:

Experten gehen davon aus, dass der kostenlose SMS-Versand übers Internet in den nächsten zwei, drei Jahren zum Standard wird. Auch der Facebook Messenger oder Samsungs ChatOn, die es bereits jetzt als App gibt, dürften eine immer größere Rolle spielen. Experte Roman Friedrich von der Unternehmensberatung Booz: „Die neuen Apps greifen das klassische SMS-Geschäftsmodell an.“ Die Milliarden-Profite der Mobilfunker mit den Nachrichten, die Gewinnspannen von 80 Prozent und mehr bringen, werden also gewaltig schrumpfen.

von Jörg Heinrich

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