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Wer solche Nachrichten bekommt, sollte sie lieber gleich löschen. Foto: Andrea Warnecke

SMS-Spam sofort löschen und Drittanbietersperre einrichten

Hinter nervigen Spam-Nachrichten per SMS können tückische Kostenfallen stecken. Deswegen sollten die Nachrichten am besten sofort gelöscht werden. Wer Rückrufnummern anwählt oder auf Links klickt, riskiert hohe Kosten.

Leipzig (dpa/tmn) - Spam-Nachrichten kommen nicht nur per E-Mail, sondern immer häufiger auch per SMS oder über Messenger-Apps wie Whatsapp oder iMessage. Für diese unerwünschten Nachrichten mit Werbung oder dubiosen Links gilt dasselbe wie für Spam-E-Mails: löschen und nichts anklicken.

Wer nämlich in den Nachrichten enthaltene Links anklickt oder Telefonnummern anruft, kann sich schlimmstenfalls Schadsoftware auf sein Telefon laden oder ungewollt kostenpflichtige Angebote buchen, warnt die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS). Besonders tückisch sind Abofallen. Klickt man auf einen Link, wird unter Umständen die eigene Telefonnummer übertragen, und es kann ein Geschäft nach dem WAP-Bezahlverfahren zustande kommen. "Es bedarf keiner weiteren Authentifizierung", sagt Kaja Henschler von der VZS.

Gleich doppelt gefährlich ist es, Aufforderungen zum Rückruf einer Telefonnummer zu folgen. "Es droht die Gefahr, dass ein betrügerischer Anbieter damit den Abschluss eines Vertrags unterstellt", erklärt Henschler. So können plötzlich unerwartete Kosten auf der Telefonrechnung auftauchen. Ein weiteres Risiko: Hinter der Rückrufnummer könnte eine teure Sonderrufnummer stecken.

Aber wie kann man sich schützen? "Natürlich vor allem, indem man SMS von Unbekannten ignoriert", rät Henschler. Das ist aber nicht immer so einfach. Schließlich geht es in den Spam-SMS meist um "wichtige Nachrichten", angeblich nicht zugestellte Pakete oder vermeintliche Hilferufe von Bekannten. Eine Möglichkeit, sich vor hohen Kosten zu schützen, ist die Einrichtung einer Drittanbietersperre beim Telefonanbieter. Das ist kostenlos, manche Anbieter erlauben es, nur einzelne Dienste zu sperren. Dann funktionieren Handytickets und andere nützliche Dienste mit WAP-Bezahlverfahren weiter. "Hierzu sollte man sich beim Anbieter erkundigen", rät Henschler.

Ein weiterer Weg, sich vor unerwünschten Nachrichten zu schützen, ist die Sperrung der Absenderrufnummern. Viele moderne Smartphones erlauben das Blockieren bestimmter SMS-Absender, die meisten älteren Telefone allerdings nicht. Dann hilft nur Ignorieren und Löschen. Kommt der Spam über Messenger wie Whatsapp oder iMessage, können die Störer ganz einfach über die Kontakteinstellungen blockiert werden.

Aber wie kommen die Spam-Versender eigentlich an die Telefonnummern? "Durch automatische Nummerngenerierung und das Abgreifen von Handynummern im Internet", erklärt Katja Henschler. Deswegen rät sie, die eigene Mobilfunknummer nur sehr zurückhaltend im Netz preiszugeben.

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