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Mit Snapchat kann man jetzt auch telefonieren, und Texte oder Videos verschicken. 

Angriff auf Facebook und WhatsApp

Neue Funktionen: Snapchat wird zum Messenger

Berlin - Platzhirsche wie Facebook und WhatsApp müssen sich warm anziehen: Die App Snapchat, vor allem bekannt für sich selbst löschende Fotos, mausert sich mit deutlich erweiterten Funktionen zum Messenger.

Nach dem jüngsten Update können Nutzer auch miteinander telefonieren und sich unterschiedlichste zusätzliche Dateien verschicken. Die Idee sei, einfach zwischen verschiedenen Kommunikationsformen - etwa Text, Sticker, Foto, Audio oder Video - zu wechseln, erklärte das kalifornische Unternehmen in einem Blogbeitrag. Damit nähert sich Snapchat großen Anbietern wie WhatsApp oder Facebook an.

Wohl um sich konkurrenzfähiger zu machen, hat Snapchat auch seine Privatsphäre-Einstellungen aktualisiert. Nach einem Bericht des Online-Diensts "Digiday" soll dadurch gezieltere Werbung ermöglicht werden.

Snapchat wurde 2011 in Los Angeles gegründet und war zunächst vor allem bei Teenagern beliebt, doch auch viele Promis wie die Starts des FC Bayern sind dabei. Über die auf Android und iOS verfügbare App könne Fotos verschickt werden, die nur für wenige Sekunden sichtbar sind und sich dann von selbst löschen. Nach eigenen Angaben nutzen täglich mehr als 100 Millionen Menschen Snapchat.

Auch Instagram legt nach

Parallel erweiterte auch der Fotodienst Instagram sein Angebot. Künftig können über die App einminütige Videos verschickt werden, bislang waren nur Clips von 15 Sekunden möglich. iOS-Nutzer können nach Installation von Version 7.19 der App außerdem aus mehreren Videoclips zusammenhängende Filme erstellen. Die Funktionen sind ab sofort verfügbar, eventuell dauert es einige Wochen, bis sie bei allen Nutzern freigeschaltet werden. 

Instagramm gehört wie WhatsApp zum Facebook-Konzern.

Konkurrenz für Facebook: Snapchat auf dem Vormarsch

dpa

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