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Der Vorhang aus Eis ist etwas Besonderes. So schöne Winterfotos gelingen nur mit den richtigen Einstellungen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

So gelingen eindrucksvolle Fotos von Schnee und Eis

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Eine seltene Gelegenheit: Aus Schnee und Eis können Fotografen ganz besondere Bilder zaubern - wenn sie früh aufstehen und die Kamera richtig einstellen. Denn die Automatik der Geräte ist damit oft überfordert.

Eindrucksvolle Fotos von Schnee und Eis gelingen nur mit den richtigen Einstellungen. Denn das viele Weiß kann die Belichtungsautomatik der Kameras in die Irre führen. Darauf weist Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband hin. Die Expertin empfiehlt daher eine sogenannte Belichtungsreihe, also mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen: "Da ist dann auf jeden Fall was dabei." Viele aktuelle Kameras haben für Winterfotos einen Schneemodus, der automatisch mehrere Aufnahmen anfertigt und zu einem Bild zusammenfügt.

Neben der Belichtung sollten Fotografen bei Aufnahmen in Schnee und Eis auch auf den Weißabgleich und den ISO-Wert achten. Denn auch hier kommt die Automatik womöglich nicht mit den besonderen Bedingungen zurecht. Der ISO-Wert wird am besten relativ niedrig angesetzt. "Sonst gibt das sehr schnell Bildrauschen", warnt Clauß.

Besonders eindrucksvolle Bilder, etwa von Schneelandschaften, gelingen am frühen Morgen. Erstens, weil frisch gefallener Schnee dann noch unberührt ist, zweitens wegen der besonderen Lichtstimmung. "Das ändert sich oft in Sekunden, gerade im Zusammenspiel mit Nebelschwaden", erklärt Clauß. Um die wechselnde Stimmung einzufangen, empfiehlt sie, mit einem Stativ und der Serienbild-Funktion der Kamera zu arbeiten. Auch das Experimentieren mit Filtern kann sich lohnen. Viele Winterlandschaften sehen zum Beispiel in Schwarz-Weiß sehr gut aus.

Damit die Kamera bei Fototouren durch Schnee und Eis keinen Schaden nimmt, sollten Fotografen auf eine wasserdichte Verpackung achten. Beim Wechsel von der Wärme in die Kälte kann außerdem das Objektiv beschlagen. In der Regel verschwindet das nach einiger Zeit von selbst. Wer es eilig hat, kann aber auch etwas nachhelfen. "Aber bitte nicht mit einem Papiertaschentuch", warnt Clauß. Denn die Holzreste darin können die empfindliche Linse zerkratzen.

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