Auf Online-Marktplätzen finden sich viele Oldschool-Kameras. Verkäufer sollten aber auch Nachfragen zu den Geräten beantworten können. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
1 von 6
Auf Online-Marktplätzen finden sich viele Oldschool-Kameras. Verkäufer sollten aber auch Nachfragen zu den Geräten beantworten können. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
Im Kühlschrank halten sich Filme für Analogkameras länger. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
2 von 6
Im Kühlschrank halten sich Filme für Analogkameras länger. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
Moritz Wanke arbeitet beim Magazin "Chip Foto-Video". Foto: Sascha Ludwig/Chip/dpa-tmn
3 von 6
Moritz Wanke arbeitet beim Magazin "Chip Foto-Video". Foto: Sascha Ludwig/Chip/dpa-tmn
Rainer Schuldt ist Redakteur bei der Zeitschrift "Computer Bild". Foto: Katharina Rose/COMPUTER BILD/dpa-tmn
4 von 6
Rainer Schuldt ist Redakteur bei der Zeitschrift "Computer Bild". Foto: Katharina Rose/COMPUTER BILD/dpa-tmn
Daniela Krüger arbeitet als Fotografin. Foto: Charlotte Wiesiolek/dpa-tmn
5 von 6
Daniela Krüger arbeitet als Fotografin. Foto: Charlotte Wiesiolek/dpa-tmn
Mit analogen Kameras entschleunigt man das Fotografieren. Durch den Film ist die Zahl der Bilder begrenzt, also knipst man nicht einfach drauf los. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
6 von 6
Mit analogen Kameras entschleunigt man das Fotografieren. Durch den Film ist die Zahl der Bilder begrenzt, also knipst man nicht einfach drauf los. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Der Reiz des Analogen

So kauft man eine Oldschool-Kamera

Retro ist in. Das gilt nicht nur für Vinyl-Schallplatten, Neuauflagen von alten Spielekonsolen oder Polaroidbilder. Auch alte Analog-Kameras finden wieder mehr Anhänger.

Hamburg (dpa/tmn) - Dieses gespannte Warten auf das Ergebnis, wenn Fotos erst entwickelt werden müssen: In Zeiten der Digitalfotografie hat die gute, alte analoge Bildtechnik etwas Faszinierendes.

"Ähnlich wie bei der Schallplatte begeistert die Fans beim alten Fotografieren, dass sie hier noch alles manuell einstellen müssen und es mit einer soliden Mechanik zu tun haben", sagt Rainer Schuldt von der Zeitschrift "Computer Bild". Vielen Fotofreunden seien die durch digitale Filter und zahlreiche Hilfsprogramme gepimpten Bilder, die mit digitalen Spiegelreflexkameras oder Smartphones geschossen werden, mittlerweile einfach zu perfekt und klinisch.

Und man knipst digital oft unbedacht drauf los. Für die Fotografin Daniela Krüger besteht der große Reiz des Analogen aber darin, sich für den einen Moment, den sie einfangen möchte, Zeit zu nehmen. "Das Ergebnis sieht man erst, wenn der Film voll und entwickelt ist, nicht sofort auf dem Display", erklärt Krüger, die mit einer analogen Spiegelreflexkamera unterwegs ist. "Es gibt nichts Echteres."

Fundstücke intensiv prüfen

Wer sich für eine Oldschool-Kamera interessiert, könnte bei Online-Marktplätzen wie Ebay oder in Kleinanzeigenportalen fündig werden. Oder bei den (Groß-)Eltern im Keller. "Für den Anfang reicht durchaus auch ein Modell um die fünf Euro, bei dem es nicht weh tut, falls etwas nicht funktioniert", schildert Krüger.

Vor dem Kauf sollte man sein Fundstück aber eingehend prüfen, rät Moritz Wanke vom Magazin "Chip Foto-Video". Arbeiten Verschluss und Klappspiegel reibungslos? Lassen sich Drehräder und Hebel ohne große Mühe verstellen? Funktioniert die Elektronik, etwa Autofokusmotor und Belichtungsmesser? "Derartige Fragen sollten vorab oder falls möglich vor Ort geklärt werden", rät der Experte. Vorsicht ist geboten, wenn der Verkäufer "gekauft wie gesehen" schreibt - das deutet oft auf einen Mangel hin, so Schuldt.

Wer im Fachgeschäft oder auf einem Flohmarkt sucht, kann die Gebrauchte in Augenschein nehmen. "Möchte man auf Nummer sicher gehen, kauft man bei einem Händler, der gebrauchte Kameras anbietet, die zuvor auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft wurden", so Schuldt. Seriöse Händler räumten zudem ein Rückgaberecht ein.

Für jeden Anspruch die richtige Kamera

Aber welcher Kameratyp ist der richtige? Als Geheimtipp gelten Schuldt zufolge die vergleichsweise günstigen Spiegelreflexkameras von Praktica aus DDR-Produktion. "Das sind sehr solide Modelle, die zumeist für den Export in den Westen gefertigt wurden."

Jeder Fotograf hat unterschiedliche Ansprüche an seine Kamera wie Haptik, Seriengeschwindigkeit und Ausstattung. "Die eine richtige Kamera gibt es nicht", sagt Wanke. Für den Einstieg bieten sich aus seiner Sicht Modelle wie die Nikon "FE", die Minolta "XE-1" und die Pentax "ME super" an. Da diese Kameras recht weit verbreitet waren, liegen nicht nur die Preise im bezahlbaren Rahmen. Es erleichtert auch die Ersatzteilsuche, falls doch mal etwas kaputtgeht.

Je nach Modell und Zustand müssen Interessenten unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Manche Kameras wie Minolta "XE-1" und Pentax "ME super" sind nach Wankes Einschätzung ab 60 bis 80 Euro zu haben. "Anspruchsvollere Kameras beziehungsweise Sammlerobjekte wie die Contax RTS III und Nikon FM3a starten bei mehreren hundert Euro."

Instagram-Kanal Daniela Krüger

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Fünf Spiele für Eltern und Kinder
Gemeinsam kochen, Geister jagen, über Abgründe schwingen oder Auto-Fußball spielen: In der Welt der Videospiele gibt es kaum etwas, das Eltern und Kinder nicht gemeinsam …
Fünf Spiele für Eltern und Kinder
Das alte Smartphone im Netz zu Geld machen
Das alte Smartphone tut noch brav seinen Dienst, da ist das neuere Modell schon zur Hand. Soll man das alte Schätzchen jetzt verkaufen? Und wenn ja - wo?
Das alte Smartphone im Netz zu Geld machen
Mit Laser-Technik und Trackpad: Das neue iPad Pro im Test
Für eine neue iPad-Generation hätte Apple normalerweise zu einer großen Präsentation nach Kalifornien geladen. Beim neuen iPad Pro musste nun ein Video reichen - es ist …
Mit Laser-Technik und Trackpad: Das neue iPad Pro im Test
Diese Videospiele sind echte Geheimtipps
Manches Videospiel wird zeitlebens als Geheimtipp gehandelt - und schafft nie den großen Durchbruch. Zeit, ein paar dieser versteckten Kunstwerke ins Rampenlicht zu …
Diese Videospiele sind echte Geheimtipps