Das soll Windows Phone 8 leisten

Berlin - Microsoft will sein neues Mobil-Betriebssystem Windows Phone 8 jüngsten Medienberichten zufolge mit umfangreichen weiteren Funktionen aufwerten.

So sollen Smartphones mit Windows Phone 8 unter anderem die Nahfunk-Technik NFC etwa für das kontaktlose Bezahlen unterstützen und die Leistung von Mehrkern-Prozessoren ausnutzen können, berichtet das Weblog „pocketnow.com“. Vor allem soll das neue Handy-Betriebssystem nicht nur an die Oberfläche des Desktop-Systems Windows 8 angepasst werden, sondern auch die gleiche technische Basis (Kernel) wie das für Oktober erwartete System nutzen.

Dem Portal „pocketnow.com“ liegt nach eigenen Angaben zu den geplanten Erweiterungen ein internes Video von Microsoft vor, in dem Microsoft-Manager Joe Belfiore Mitarbeitern des Partners Nokia die Pläne präsentiert. Belfiore betone darin, dass Entwickler insofern von den Neuerungen profitierten, da sie ihre programmierten Apps einfach auf die verschiedenen Systeme anpassen könnten und zusätzlicher Programmieraufwand entfalle. Bis zum Start von Windows 8 im Herbst dieses Jahres will Microsoft rund 100 000 Apps in seinem Store vorrätig haben. Die Attraktivität des jeweiligen App-Angebots gilt derzeit als wesentlicher Erfolgsfaktor in der Mobilfunkbranche.

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Eine der wichtigen Neuerungen bei Windows Phone 8 soll zudem darin bestehen, dass sich das Smartphone über „DataSmart“ automatisch in WLAN-Hotspots einwählt, sobald diese verfügbar sind - und damit einen günstigeren und stabileren Datenaustausch ermöglichen. Ein Datenaustausch zwischen einzelnen Apps soll ebenfalls unterstützt werden. Trotz des Systemwechsels seien alle Apps von Windows Phone auch künftig abwärtskompatibel, berichtete Microsoft-Kenner Paul Thurrott auf seiner Website.

Microsoft macht mit seiner Entscheidung, Windows Phone 8 auf den Kernel der Desktop-Windows-Version und nicht wie bei Windows Phone 7 auf Windows CE aufzusetzen, erneut eine Kehrtwende. Bei der ersten Präsentation des neuen Mobilsystems, mit dem das Unternehmen die Aufholjagd gegen Apples iPhones und Googles Android-Plattform startete, wurde eine lange Jahre verfolgte Strategie aufgegeben.

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Windows Mobile orientierte sich in seiner Oberfläche jahrelang am Desktop-PC und wollte den Kunden damit die Nutzung durch eine bekannte Umgebung erleichtern. Das Interface geriet allerdings massiv ins Hintertreffen, nachdem Apple mit seinem ersten iPhone an den Start ging und die Bedienung mit dem Finger salonfähig machte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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