Zur Sonne aus der Steckdose

- Fundierte Kenntnisse in der Umwelttechnik werden für die Ingenieure der Zukunft ein neues breites Berufsfeld eröffnen. Davon ist der Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der FH München, Professor Hermann Mader, überzeugt. Noch in diesem Jahr will die FH deshalb für ihre Studenten eine neue Zusatzqualifikation im Bereich "Regenerative Energien" anbieten.

<P>"Öl wird den weltweiten Energiebedarf bald nicht mehr decken, gerade im Hinblick auf den gesteigerten Bedarf von China und Indien", sagt Professor Hermann Mader.<BR><BR>Mit dem Umzug seines Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik in das neue Gebäude in der Lothstraße 64 hat sich einiges geändert. Jetzt wird auf dem Dach eine große Photovoltaikanlage Schritt für Schritt in Betrieb genommen. Betreut wird das Projekt von der neuen Arbeitsgruppe "Solartechnik und Energietechnische Anlagen" unter der Leitung von Professor Gerd Becker und seinem Assistenten Mike Zehner.<BR><BR>"Wir wollen das Lehr- und Forschungsangebot im Bereich ,Regenerative Energien für die Studenten ausbauen", sagt Mike Zehner. "Gerade die Photovoltaik ist eine riesengroße Spielwiese", meint der Ingenieur. "In unserem Team arbeiten wir vor allem an der Verbesserung der Technik für regenerative Energieerzeugungssysteme."<BR><BR>Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Elektrotechnik-Gebäudes ist Teil eines Projekts, an dem über 30 europäische Hochschulen beteiligt sind, sie speist bereits Strom aus der Sonne in die Steckdosen der Räume ein. An dieser Anlage können die Studenten nun auch erste wissenschaftliche Erfahrungen sammeln in der Photovoltaik-Technik.<BR><BR>Zusatzqualifikation in der Umwelttechnik</P><P>Neben der Photovoltaik beschäftigt sich die Arbeitsgruppe auch mit Geothermie-, Windkraft- oder thermischen Solaranlagen.<BR><BR>Kenntnisse in der Anwendung solcher Energieerzeugungsanlagen können die Studenten vor allem in dem vorgeschriebenen Praxissemester sammeln. "Wir vermitteln die Studenten dafür auch gerne ins Ausland, denn dort können sie sehr gute Erfahrungen sammeln", erklärt Zehner. "Zudem haben wir zahlreiche Kooperationen hierzulande mit Unternehmen wie Shell Solar, Siemens oder General Electric in Garching."<BR><BR>Als Vorbild für die zukünftige Ausbildung haben die Münchner Ingenieure die FH-Berlin ausgemacht. Dort kann man seit einigen Jahren das Fach "Regenerative Energiesysteme" mit einem Bachelor-Abschluss studieren. Zudem gibt es einen Diplomabschluss in Fach "Umwelttechnik/Regenerative Energien".<BR><BR>"Soweit sind wir zwar in München noch nicht", sagt Professor Hermann Mader, "aber wir wollen sobald wie möglich eine Zusatzqualifikation im Bereich "Regenerative Energien" anbieten."</P>

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