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Sonnenfinsternis teilweise von Wolken verdeckt

- Hamburg - Zum ersten Mal seit vier Jahren konnten Frühaufsteher in Deutschland und anderen Teilen Europas am Samstag eine Sonnenfinsternis beobachten. In einigen Regionen war das spektakuläre Himmelsschauspiel allerdings von Wolken verdeckt. In Island, Nord-Schottland und Teilen Grönlands war es als ringförmige Sonnenfinsternis und von Mitteleuropa aus als Teilfinsternis zu sehen. Der Mond verdeckte die Sonne in Deutschland und den Niederlanden bis zu 85 Prozent, in Tschechien nur bis 79 Prozent.

<P>"Man musste sich ein bisschen gedulden. Aber zwischen den Wolkenlücken sah man dann sehr spektakulär die Sonne nur als Sichel", sagte Jost Jahn von der Vereinigung der Sternenfreunde Uelzen (Niedersachsen). In Deutschland sei eine nach rechts geöffnete Sichel zu sehen gewesen. "Das Besondere war diesmal, dass die Sonne schon verfinstert aufging. Das kommt eher selten vor." Zu den ersten, die in Deutschland die Teilfinsternis erblicken konnten, gehörten kurz vor 5.00 Uhr Mitarbeiter der Sternwarte Greifswald in Mecklenburg- Vorpommern. "Besonders gut zu sehen waren die Sonnenflecken, die für die Polarlichter in den vergangenen Tagen verantwortlich waren", sagte Marcel Hähnel vom Vorstand des Sternwartevereins.</P><P>Enttäuschung dagegen in Island: Der erwartete Strahlenkranz der Sonne war wegen des schlechten Wetters nur kurz zu sehen. Nach Fernsehberichten versammelten sich bei Olafsfjardarmuli an der Nordküste mehr als 500 Menschen auf einem Berggipfel. Man habe den für dreieinhalb Minuten erhofften Feuerring aber nur jeweils für kurze Augenblicke sehen können. Von den nach Schätzungen des Fremdenverkehrsamtes tausenden Schaulustigen hatten nur jene Glück, die bei Sonderflügen der Iceland Air und ausländischer Fluggesellschaften über den Wolken einen klaren Blick auf die verfinsterte Sonne werfen konnten. An der Nordseeküste von Holland und Friesland war das Himmelsspektakel gut sichtbar.</P><P>Besonderes Glück hatten die Sternengucker in Bochum: "Kurz vor 5.30 Uhr riss der Himmel auf und gab den Blick auf die Sonne frei", berichtete Astronom Thilo Elsner. Er konnte auch den Effekt der sich drehenden Sichel beobachten. "Der Mond zog von rechts nach links vor der Sonne vorbei. Dadurch wirkte es, als ob der sichtbare Rest sich in Form eines Croissants von links nach rechts um ihn herum dreht."</P><P>Wenig später war die Sonnenfinsternis bei klarem Himmel auch in Südbaden zu beobachten. "Die Sonne war zunächst als Sichel zu sehen. Gegen 6.20 Uhr entfernte sich der Mond immer weiter von der Sonnenscheibe. Dann war alles vorbei", sagte der wissenschaftliche Mitarbeiter des Planetariums in Freiburg, Martin Federspiel. Er hatte das Himmelsschauspiel von seinem Dachfenster aus verfolgt.</P>

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