Sony überzeugt EU-Gericht

- Hamburg/Luxemburg - Sony könnte für den Verkauf seiner Playstation 2 in Europa möglicherweise Steuerausgaben in ungenannter Höhe zurück erhalten. Das japanische Unternehmen hat das Europäische Gericht Erster Instanz davon überzeugt, das Gerät als vollständigen Computer statt als Spielekonsole einzustufen, berichtete die Nachrichtenagentur "Bloomberg" am Dienstag. Damit fielen für den Verkauf des High-Tech-Geräts in Europa keine Abgaben mehr an.

<P>"Wenn sich die Entscheidung durchsetzt, werden wir die seit Einführung der Playstation 2 im Herbst 2000 angefallenen Steuern zurück bekommen", zitiert "Bloomberg" Sony-Sprecher Kenichi Fukumoto. Um welche Summe es sich dabei handeln könnte, sagte Fukumoto nicht. Europa ist nach den USA für Sonys "Konsole" der zweitgrößte Markt. Das Unternehmen dürfte mit der Playstation 2 in Europa rund 1,4 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr umsetzen, schätzte Richard Chu, Analyst bei ING Securities Japan in Tokio.</P><P>Sony hatte das Verfahren im Oktober 2001 vor die Europäische Kommission gebracht. Die in der Playstation 2 enthaltene Prozessor-Einheit sei eine zentrale Komponente aller Daten verarbeitender Maschinen, entschied nun das zweithöchste europäische Gericht. Insofern könne die Playstation 2 nicht unter dem Sammelbegriff "Video-Spiele" klassifiziert werden. Auf Computer erhebt die EU keine Abgaben. Die Playstation 2 verfügt über einen 128-Bit-Microprozessor, einen DVD-Player und Anschlussmöglichkeiten an das Internet.</P>

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