Spannende Bayern-Schau

- Wie gut kennen die Deutschen ihre Geschichte? Das kürzlich in einer Fernsehsendung veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage bescherte den Bundesbürgern keine guten Noten: Das Datum der Maueröffnung war zwar vielen noch präsent, doch mit dem 20. Juli 1944 oder gar dem 17. Juni 1953 konnte nur die Minderheit etwas anfangen. Und das, wo es heute so einfach wie nie zuvor ist, sich zu informieren. Alles was man braucht, ist ein Internetzugang, Zeit und natürlich Interesse.

1279 Biografien von Persönlichkeiten <BR><BR>Ein gutes Beispiel, wie unterhaltsam geschichtliche Themen aufbereitet werden können, ist die Webseite des Hauses der Bayerischen Geschichte, www.hdbg.de. Bayern wird hier vom 5. Jahrhundert bis circa 1990 mit ausführlichen Texten und vielen Bildern dargestellt. Das Kapitel Zeitgeschichte bietet Themenkomplexe: Der Verfassungskonvent 1948 auf Herrenchiemsee, die Bücherverbrennung 1933 oder die Neugestaltung der Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Wer nach wichtigen Persönlichkeiten der bayerischen (Zeit-) Geschichte sucht, hat in einer umfangreichen Datenbank Zugriff auf 1279 Biografien - und auch das Bildarchiv kann sich sehen lassen. In loser Reihenfolge werden die Bestände nach Themenbereichen zusammengefasst und im Internet veröffentlicht. <BR><BR>Bislang hat man Zugriff auf Bildmaterial zu den Themen Wiederaufbau nach 1945, Klöster und Kirchen in Bayern und auf Fotodokumente zu Landwirtschaft und ländlichem Brauchtum. Bei der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildung hat man über ihre Webseite, www.politische-bildung-bayern.de, Zugriff auf digitale Informationen und gedruckte Materialien zur Geschichte. Viele der detaillierten Publikationen liegen im Internet als Online-Version vor, so dass man sich zu Hause am PC über die Weimarer Republik, den Ersten Weltkrieg, das KZ Dachau und über andere geschichtliche Themen aufklären lassen kann. Die Veröffentlichungen, die nicht als Online-Version vorliegen, bestellt man einfach per Mausklick. <BR><BR>Wer Zeitgeschichte vor Ort in Augenschein nehmen möchte, kommt per Link auf die Webseiten der bayerischen Gedächtnisstätten: Das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg erreicht man über www.museen.nuernberg.de/reichsparteitag. Die Geschichte der KZ wird auf den Webseiten von Dachau, www.kz-gedenkstaette-dachau.de, und Flossenbürg, www.gedenkstaette-flossenbuerg.de, aufgearbeitet. Für ein weiteres Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus zeichnet das Institut für Zeitgeschichte in München, www.ifz-muenchen.de, verantwortlich: Dort kann man sich über die Entstehung und die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums sowie über die Nutzung der Archive und Bibliotheken informieren. Für diejenigen, die weiter im Web forschen möchten, eignet sich www.geschichte-bayerns.de, die viele Links bereit hält.

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