Spezialisten für "Geistiges Eigentum"

- München wird Standort eines Masterstudiengangs "Intellectual Property Law". Die Studenten sollen im "Recht des Geistigen Eigentums" ab Oktober am "Munich Intellectual Property Law Center" (MIPLC) zu Spezialisten im Urheber- und Patenrecht ausgebildet werden. Gestern wurde die Gründung des MIPLC im Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht am Marstallplatz 1 gefeiert.

Mit dabei die Chefs der beteiligten Einrichtungen - die Professoren Peter Gruss (Präsident der Max-Planck-Gesellschaft), Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TU München), Wilfried Bottke (Rektor der Universität Augsburg) und Michael K. Young (Dekan der George Washington University Law School). <BR><BR>Zwei Semester dauert das Studium mit dem Abschluss "Master of Law". Bewerber müssen irgend ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und ein hohes Maß an Interesse für Fragen des Geistigen Eigentums nachweisen. Das Studium kostet 23 000 Euro und findet ausschließlich in englischer Sprache statt.<BR><BR>Eine Auswahlkommission lässt jährlich 30 Bewerber zu. Voraussetzung ist neben praktischer Erfahrung auf diesem Rechtsgebiet mindestens ein Jahr Berufspraxis. Etwa ein Drittel der Studenten soll ein Teilstipendium vom MIPLC und Partnern aus der Wirtschaft erhalten.<BR><BR>Das Lehrkonzept ist von allen Trägern des MIPLC gemeinsam entwickelt worden. Das Ergebnis ist eine Kombination aller Aspekte des Geistigen Eigentums, darunter das Urheber-, Patent- oder Persönlichkeitsrecht. "Wir wollen keine reinen Fachjuristen ausbilden. Deshalb stellen wir auch Bezüge zur Ökonomie her", sagt Ralph Nack, wissenschaftler Berater am MIPLC. "Diese Kompaktausbildung ist weltweit einzigartig".<BR><BR>Auf die Studenten warten täglich etwa vier Stunden Seminare und Vorlesungen - so viel Zeit wird auch für die Nachbereitung und Vorbereitung des nächsten Tages gebraucht. Die Dozenten kommen vor allem aus Deutschland und den USA. Das Center bietet jedem Studenten einen eigenen Arbeitsplatz und eine umfassende Bibliothek.<BR><BR>München ist nicht zufällig Standort für diesen Studiengang. "Hier ist die inoffizielle Haupstadt des geistigen Eigentums", begründet Geschäftsführerin Margit Hinkel die Stadt-Wahl. Das Europäische und Deutsche Patentamt, renommierte Anwaltskanzleien und die starke Wirtschaft böten sehr gute Kontaktmöglichkeiten. Die Chancen der Absolventen, einen Job zu bekommen, sind laut Hinkel "ausgezeichnet".

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