Spiderman hoch vier!

New York - Mit Comic-Adaptionen ist es so eine Sache: Entweder sind sie Oberklasse oder Gurken. Dazwischen gibt's nichts. Der Test verrät, zu welcher Kategorie "Spiderman: Dimensions" von Activision gehört. Mit Video:

Alles beginnt mit einem Kampf gegen Mysterio, den Meister der Illusion und Täuschung. Spiderman stellt den Superschurken im Museum. Dabei geht die magische Tafel des Chaos und der Ordnung zu Bruch. Deren Einzelteile werden über mehrere Parallel-Dimensionen verstreut. Diese muss Spiderman wieder einsammeln. Besser gesagt: Müssen die Spidermänner wieder einsammeln. Denn in den verschiedenen Paralleluniversen steuert man gleich vier Ausgaben von Spiderman.  

Zunächst gibt es den "Amazing Spiderman", also den allseits bekannten, rot-blau Kostümierten. Quais der ganz normale Spiderman. Schwingen, Kloppen, Klettern - das ist hier die Devise.

Die Noir-Levels stehen dagegen ganz im Zeichen der Stealth-Action. Statt die Bösewichter wild über den Haufen zu kloppen, muss der Spiderman der 1930er Jahre sich Dunkeln unbemerkt anschleichen und die maschinengewehrschwingenden Gangster möglichst unbemerkt auszuknocken. Wie bei "Splinter Cell: Conviction" muss man sich dabei vorwiegend in den Schatten bewegen. Sobald der Bildschirm Schwarz-Weiß wird, ist Spidey unsichtbar für die Gegner.  

Dann gibt es noch den "Ultimate" Spiederman, der im schwarzen Symbionten-Kostüm auftritt. Das lebende Kostüm selbst wird zur Allzeckwaffe. Zudem gibt's noch den Rage-Modus. In diesem wird das lebende Kostüm besonders böse und vertrimmt spielend selbst Horden von Gegnern.

Zuguter Letzt gibt's noch den Zukunfts Spiderman aus dem Jahre 2099. Dieser kann die Zeit verlangsamen und durch die Luft gleiten. Im Gegensatz zu den dunklen Tönen der Noir-Welt leuchtet, blitzt und blikt es im New York der Zukunft allenthalben.

Gameplay

Zugegeben: Man hat vieles von "Batman:Arkham Asylum" abgekupfert. Zum Beispiel das Upgrade-System. Erfüllt man bestimmte Challenges, kloppt man sich möglichst elegant mit spekktakulären Kombos oder sammelt man Spinnen-Symbole, so gibt's dafür Punkte. Mit denen wiederum lassen sich im "Web of Destiny" viele neue Upgrades, Kombos und Fähigkeiten kaufen.

Aber es schließlich weitaus gibt Schlimmere Vorbilder als Arkham Asylum. Zum Beispiel so manche Marvel-Lizenzgurke wie "Iron Man 2". Insofern gilt in diesem Fall: Lieber gut kopiert als schlecht erdacht. Das Upgrade-System beim Spinnenmann motiviert ebenso so sehr wie das beim Fledermausmann.

Jedenfalls ist das Web of Destiny extrem motivierend: "Diese Challenge schaff' ich auch noch", denkt man sich nicht selten. "Ich will unbedingt noch diesen stylishen Angriff mit dem Spinnennetz kaufen."

Screenshots aus Spiderman: Dimensions

Screenshots aus Spiderman: Dimensions

Ein ganz dickes Lob verdient die Grafik des Spiels: Der Cellshading-Stil garantiert Comic-Atmosphäre pur. Die Detailverliebtheit der Programmierer ist zudem höchst nachahmenswert.

Ein Glanzpunkt des Spiels sind die bombastischen Bosskämpfe. Jeder Superschurke hat seinen eigenen Schachpunkt, den man ausnutzen sollte, um diesen zu erledigen. Vulture etwa mag kein Licht und die vielen Scheinwerfer stehen nicht umsonst im alten Lagerhaus herum. Sandman wiederum reagiert extrem allergisch auf Wasser. Und man muss kein Genie sein, um zu kombinieren, dass die zahlreichen Wasserfässer und -türme den sandigen Unhold schnell zu Matschmachen.  Hobgoblin schmeisst seinerseits mit jenen Sprengsätzen und Bomben, die er bereits in den Comics regelmäßig zurückgeworfen bekam.

Fazit

Der beste Spiderman, den es je gab! Klasse Grafik, tolle Bosskämpfe, eine interessante Story und ein starkes Kampfsystem. Wer unter Entzugserscheinungen leidet, weil noch kein Nachfolger zu "Arkham Asylum" auf dem Markt ist, Kann hier blindlings zugreifen. Und Spiderman-Fans jauchzen sowieso, wenn sie auf Mysterio, Carnage, Deadpool, Vulture oder Kraven treffen.

Genre: Action-Adventure

Hersteller: Activision

Für: Nintendo DS; Wii, Playstation 3, XBox 360 und PC

Altersfreigabe: Ab 12 Jahren

fro

Rubriklistenbild: © Screenshot

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