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Batman und Catwoman im neuen Telltale-Spiel.

Spieletest

Spiel im Test: "Batman - The Telltale Series"

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Der dunkle Ritter als Adventure? Klingt erst einmal relativ weit hergeholt. Doch wie macht sich Batman im neuesten Telltale-Spiel? Zum Test von "Batman - The Telltale Series".

Danke. Vielen Dank, liebe Entwickler von Telltale. Jeder, der sich auch nur ansatzweise für Comics und Filme im Allgemeinen und Batman im Speziellen interessiert, kann die Geschichte, wie aus dem Milliardär Bruce Wayne Batman wurde, nicht mehr hören. Wieder und wieder wurde der Überfall auf seine Eltern ins Szene gesetzt, ohne der Geschichte wirklich etwas hinzuzufügen.

Telltale blendet die Origin-Story von Batman in seinem neuen Adventure-Episodenspiel dankenswerter Weise weitgehend aus. Statt dessen hat der dunkle Ritter zum Zeitpunkt des Spiels Cape und Maske bereits übergestreift und wir stürzen uns mitten ins Getümmel. Mittlerweile ist die zweite von fünf Episoden erschienen. Zeit und Spiel genug, um sich einen ersten Eindruck zu machen.

Das schwere Leben des reichen Rächers

Kann Batman als Telltale-Adventure, traditionell eher interaktiver Film denn wirkliches Spiel, überhaupt funktionieren? Erstaunlich gut sogar! Sicher, in den Actionsequenzen wünscht man sich immer wieder mehr Kontrolle wie in der "Arkham"-Reihe, statt Telltale-typisch nur zum richtigen Moment die richtigen Knöpfe zu drücken. Aber "Batman" ist eben mehr als nur ein Haudrauf-Charakter. Er ist Ermittler, Playboy und Milliardär, der sein Leben als Hallodri bei Tag und Rächer bei Nacht managen muss, der gleichzeitig in der Öffentlichkeit steht und seine zweite Identität geheim halten muss. Ein Mensch, der Freunde hat, die er beschützen will. Ein Superheld, der Geheimnisse erforschen muss.

Diesen Zwiespalt in ein Spiel zu packen, kann wohl kaum eine Entwicklerfirma so gut wie Telltale. Jedes Wort, jede Geste, jede Bemerkung hat Konsequenzen. Und so erwischt man sich immer wieder dabei, lange darüber zu grübeln, wem man die Hand gibt. Darüber nachzusinnen, ob man die attraktive Freundin seines besten Freundes damit konfrontieren soll, dass auch sie eine geheime Identität hat oder nicht. Und ganz nebenbei zu verhindern, dass das Familienimperium, mit dem wir unseren Feldzug gegen das Verbrechen finanzieren, den Bach runtergeht.

Episodenärger und Grafikruckler

Das alles ist hochgradig unterhaltsam, auch wenn es die üblichen Telltale-Probleme zu beklagen gibt. Da ist das Episodenformat. Nur bestenfalls alle paar Wochen, schlimmstenfalls erst nach Monaten erscheint der nächste Teil. Das dauert manchmal so lange, dass man erst wütend wird, weil man unbedingt wissen will, wie es nach dem Cliffhanger weitergeht. Auch weil die einzelnen Episoden und rund zwei Stunden an einem Feierabend durchgespielt sind. Und es einem dann irgendwann egal ist, wie es weitergeht, weil man nach all der Zeit fast vergessen hat, was passiert ist. Auch die Grafik reißt einen - obschon mittlerweile deutlich schöner als bei "The Walking Dead" oder auch noch bei "Game of Thrones" - im Jahr 2016 niemanden mehr vom Hocker. Hölzerne Animationen und ab und an deutliches Ruckeln müsste spätestens in dieser Konsolengeneration mittlerweile der Geschichte angehören. 

Fazit

Das alles fällt aber angesichts der hochspannenden Geschichte, der glaubhaften Charaktere und raffinierten Dialoge nicht ins Gewicht. Wer grundlegend etwas mit Telltale-Spielen anfangen kann, darf getrost zugreifen. Auch weil Telltale die allzu ausgetretenen Pfade der Batman-Geschichten meidet und etwas erfrischend neues erzählt.

Trailer

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