Sprache im Wandel

- Linguisten diskutieren Einfluss des Internets

<P>Will der Mensch Wissen darstellen oder vermitteln, so sind diese Vorgänge auf dass Engste mit seinen sprachlichen Fähigkeiten verknüpft. Sprache ist das elementare Mittel zum Informationsaustausch. Darauf bezog sich auch das Motto "Sprache - Wissen - Wissenschaft" der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS), die an der LMU München stattfand.<BR><BR>Die Jahrestagung der DGfS gilt als größtes linguistisches Fachtreffen in Deutschland. In diesem Jahr nahmen 500 internationale Sprach-Experten daran teil. Eine zentrale Fragestellung war dabei, ob sich der Umgang mit Wissen verändert, wenn die sprachliche Kommunikation über die Medien Computer und Internet stattfindet.<BR>Die Texte der elektronische Post und Chatrooms im Internet zeigen, dass sich die sprachlichen Geflogenheiten der PC-Benutzer von "normalen" Gesprächen oder Briefen unterscheiden. <BR><BR>Mit der Verbreitung des Internets entstanden neue Textformen. Der elektronische Hypertext ermöglicht es beispielsweise, dass Informationen miteinander verlinkt werden. Der Leser muss nicht mehr in vorgegebener Reihenfolge lesen - er kann beliebig zwischen Seiten eines Textes springen und zu Infos gelangen. <BR><BR>Auch in der internetbasierten Kommunikation entwickeln sich neue Gesprächsformen. Private Email-Texte zeichnen sich häufig durch eine Missachtung orthografischer Regeln, verkürztem Satzbau oder der Darstellung von Emotionen in so genannten "Smiley"-Gesichtern aus. <BR><BR>Die Aufgabe der Sprachwissenschaft ist es nun, die wissenschaftlich wichtigen Aspekte dieser internetbasierten Kommunikation herauszufiltern und zu thematisieren. Auch müssen Wege gefunden werden, die neue Art des Wissensaustausches zu kategorisieren und analysieren. Damit Informationen, die nicht in gedruckten Werken veröffentlicht werden, nicht in den Weiten des Internets verloren gehen.</P>

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