Stadt wollte private Passwörter von Bewerbern

Lebenslauf, Zeugnis, Empfehlungen – für eine Bewerbung sind solche Unterlagen notwendig. Eine Kleinstadt in den USA wollte noch mehr wissen: Name und Passwörter bei diversen Plattformen wie Facebook oder MySpace. Wohl um das Privatleben der Jobbewerber genau unter die Lupe zu nehmen.

Die Stadt Bozeman (US-Bundesstaat Montana) gab den Bewerbern dazu ein Formular, auf dem sie Angaben zu eventuellen Profilen bei sogenannten Sozialen Netzwerken machen sollten. Im Wortlaut:

"Bitte listen Sie jegliche aktuellen persönlichen oder geschäftlichen Webseiten oder Mitgliedschaften in jeglichen Internet-basierten Chaträumen, sozialen Vereinen oder Foren, einschließlich, aber nicht begrenzt auf: Facebook, Google, Yahoo, Youtube.com, MySpace, etc"

In einem Interview der Montana's News Station wollte der Reporter vom Anwalt der Stadt wissen, ob er sich keine Gedanken bezüglich Verstöße gegen den Datenschutz mache. Der Jurist meinte dazu nur lapidar: „Vertrauen Sie uns.“

Nach zahlreichen Presseberichten in den USA hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, dass der Fragebogen doch keine so gute Idee war: Die Stadt zog das Papier zurück und entschuldigte sich öffentlich dafür.

len

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schrift für Word-Formeln ändern
Mit Microsoft Word lassen sich mühelos selbst komplexe mathematische Formeln erstellen und bearbeiten. Es stehen verschiedene Schriftarten zur Auswahl.
Schrift für Word-Formeln ändern
3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Das Deaktivieren von WLAN und Bluetooth ist beim Betriebssystem iOS 11 etwas umständlicher als bei seinem Vorgänger. Es sei denn man nimmt eine Abkürzung über die …
3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
Digitalkameras werden immer besser - und mit ihnen die Bildqualität. Da sehen alte Fotos nicht mehr so attraktiv aus. Eine Webseite hilft dabei, diese auf den neuesten …
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“
Interview mit Thomas Kaspar, Chief Product Officer und Chefredakteur der Zentralredaktion.
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“

Kommentare