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Auch die intensive Nutzung von sozialen Netzwerken kann zur Internetsucht führen. Jetzt ist eine Online-Ambulanz gegründet worden, um Betroffene und Angehörigen zu helfen. Foto: Jens Wolf

Start zur Gamescom: Online-Ambulanz für Internetsüchtige

Das Internet wird wegen seiner Vielfalt rund um Spiele und soziale Netzwerke immer mehr zum Suchtfaktor. Für mögliche Abhängige oder auch deren Angehörige wurde jetzt eine Online-Ambulanz gegründet.

Köln (dpa/tmn) - Zum Start der Spielemesse Gamescom in Köln (Besuchertage 18. bis 21. August) ist ein neues Online-Beratungsangebot für Internetsüchtige gestartet. Der Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige (OASIS) richtet sich bundesweit sowohl an Betroffene als auch an deren Angehörige.

Das Service-Angebot, das an der Uniklinik Bochum angesiedelt ist, will bei süchtigem Verhalten bezogen auf verschiedene Netzinhalte beraten - von Computerspielen über soziale Netzwerke bis hin zu Pornografie.

Auf der Seite Onlinesucht-Ambulanz.de können Betroffene oder Angehörige etwa testen, ob sie selbst oder ein Familienmitglied gefährdet sind. Ein weitergehendes, individuelles Beratungsangebot per Webcam im Videochat soll vom 1. September an folgen.

"Unser Ziel ist es, die Betroffenen dort abzuholen, wo die Sucht ihren Ursprung hat. Denn viele finden auf herkömmlichen Wegen nicht in das Hilfesystem", erklärte Projektleiter Bert te Wildt von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum den Ansatz.

Die Onlinesucht-Ambulanz wird unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) getragen. Letztere bietet bereits seit 2011 unter Ins-Netz-gehen.de ein Präventionsprogramm gegen exzessives Computerspielen und Internetsurfen, das sich an Jugendliche ab zwölf Jahren und deren Eltern sowie an Lehrkräfte richtet.

Onlinesucht-Ambulanz

Ins Netz gehen

Mitteilung zu den Präventionsangeboten

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