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Trotz der Fusion von O2 und E-Plus sind die Mobilfunkpreise leicht gesunken. Foto: Sebastian Kahnert

Statistisches Bundesamt: Mobilfunkpreise sinken weiter

Der Wettbewerb im deutschen Mobilfunk ist auch nach der Fusion von O2 und E-Plus noch vorhanden - die Preise gehen vorerst weiter zurück. Das muss aber nicht so bleiben. Auch bei den EU-Roaminggebühren ist für den Verbraucher nicht alles rosig.

Frankfurt/Main (dpa) - Seit Telefónica mit der Marke O2 ankündigte, E-Plus kaufen zu wollen und zum größten Mobilfunker in Deutschland aufzusteigen, fürchteten Verbraucherschützer Preiserhöhungen. Doch die befürchteten Folgen sind bisher nicht eingetroffen..

Die Tarife sind seit der Fusion vergangenen Oktober nicht wie befürchtet gestiegen. Im Mai lagen die Mobilfunkpreise nach Daten des Statistischen Bundesamts 2,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Das ist zwar ein geringerer Rückgang als im Schnitt der vergangenen Jahre, eine echte Trendumkehr sieht aber anders aus.

"Kurz und mittelfristig werden die Preise nicht steigen, denn wir bewegen uns nach wie vor in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt", sagt Marktexperte Werner Ballhaus von der Unternehmensberatung PwC. Schließlich gibt es neben den drei Großen Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland auch noch Service-Provider wie Freenet, United Internet und Drillisch, die Leitungen mieten und weiterverkaufen.

Dass für die Kunden alles rosig bleibt, ist aber dennoch nicht gesagt: Bei Tarifänderungen dauert es üblicherweise, bis Statistiker das auch tatsächlich am Gesamtmarkt messen können. Und Ballhaus hält Preiserhöhungen künftig auch durchaus für gerechtfertigt. "Langfristig wäre eine Preisanpassung allerdings hilfreich, um Investitionen in den notwendigen Ausbau der digitalen Infrastruktur zu ermöglichen." Davon hätten alle Marktteilnehmer etwas - also sowohl Anbieter als auch Kunden.

Nicht mehr gefragt ist die SMS. Von der einstigen Gelddruckmaschine wurden 2014 nach Zahlen der Bundesnetzagentur nur noch 22,5 Milliarden Stück verschickt - ein Minus von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Höchstwert aus dem Jahr 2012. Internetdienste wie Whatsapp und Facebook setzen den Kurznachrichten schwer zu.

Enttäuschung für die Verbraucher: Die Roaminggebühren für das Telefonieren im EU-Ausland fallen wohl nicht wie ursprünglich geplant Ende des Jahres weg. Derzeit dürfen die Anbieter hierfür - ohne Mehrwertsteuer - maximal 19 Cent pro Minute für abgehende Gespräche berechnen, pro SMS 6 Cent.

Gültige Roamingobergrenzen in der EU

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