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Nach dem Urteil: Gewichtheber Matthias Steiner wird von Journalisten befragt.

Bewährung für Unfallfahrer

Im Prozess um den Unfalltod der Ehefrau von Matthias Steiner wurde am Mittwoch das Urteil gesprochen. Zehn Monate Bewährung und eine Geldbuße erwarten den Autofahrer.

Der 57-jährige Autofahrer ist zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Heidelberg sprach ihn am Mittwoch der fahrlässigen Tötung für schuldig und ließ außerdem den Führerschein des Mannes für sechs Monate einziehen. Zudem muss der Mann 2400 Euro Geldbuße zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert - hier ein Bericht der Zeitschrift Focus.

Im Juli 2007 wurde die Ehefrau des Olympiasiegers Steiner bei einem Verkehrsunfall getötet. Mitte November stand der Unfallfahrer unter dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung vor dem Amtsgericht Heidelberg. Nach Überzeugung des Staatsanwalts war der Mann in seinem Auto zu schnell unterwegs.

"Das Thema wird mich immer verfolgen", sagte der Gewichtheber im August gegenüber der "Zeit" zum Unfalltod seiner Frau. Das tragische Schicksal berührte die Menschen nicht nur in Deutschland. Zahlreiche Videos kursieren im Netz, die Steiners Gefühlsausbruch bei den Olympischen Spielen 2008 zeigen. (Die Originalberichte sind leider nicht zu sehen, weil ARD und ZDF das nicht erlauben.) Nachdem der gebürtige Österreicher die Goldmedaille im Superschwergewicht gewonnen hatte, stand fest: Er ist der stärkste Mann der Welt. Die Medaille widmete er seiner verstorbenen Frau - im Video zu sehen nach 1.30 Minuten.

Seine emotionale Geschichte war neben der sportlichen Leistung Grund genug für die Jury, Matthias Steiner im November den Bambi in der Kategorie Sport zu überreichen. In seiner Dankesrede erwähnte Steiner seine verstorbene Frau nicht mehr.

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