DER STERNENHIMMEL IM FEBRUAR

- Dominierendes Gestirn am Nachthimmel ist im Februar der Riesenplanet Jupiter. Er ist bei weitem das hellste und auffälligste Gestirn am nächtlichen Firmament und kaum zu übersehen. Der Riesenplanet leuchtet in strahlend weißem Licht. Zu Monatsbeginn steht Jupiter der Sonne genau gegenüber, Astronomen sprechen von Opposition.

<P>Dabei erreicht er mit 647 Millionen Kilometern die geringste Entfernung von der Erde, sein Licht ist dann 36 Minuten zu uns unterwegs.<BR><BR>Mit Sonnenuntergang geht Jupiter im Nordosten auf. Um Mitternacht ist er hoch im Süden im Sternbild Krebs zu sehen. Zum Sonnenaufgang verabschiedet sich der Riesenplanet im Nordwesten von der Himmelsbühne. Erst nach 5.00 Uhr bekommt er am Morgenhimmel Konkurrenz von der Venus, dem inneren Nachbarplaneten der Erde. Venus ist zur Zeit Morgenstern und übertrifft Jupiter noch deutlich an Glanz.<BR><BR>Schon im Fernglas sind die vier großen Jupitermonde zu erkennen. Sie tanzen um Jupiter und ändern täglich ihre Konstellationen. Zu Ehren ihres Entdeckers heißen sie die Galileischen Monde. Wer Jupiter in einem Fernrohr betrachtet, dem fällt auf, dass das Planetenscheibchen nicht kreisrund, sondern oval erscheint.<BR> Ein Jupitertag dauert nur knapp zehn Stunden, und durch seine schnelle Rotation ist der Jupiterglobus erheblich abgeplattet. Ebenfalls am Abendhimmel vertreten ist der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems, der Saturn.<BR>Der Ringplanet ist zwar nicht ganz so hell, zählt aber dennoch zu den auffälligsten Gestirnen. Abends steht Saturn hoch am Südhimmel, morgens geht er im Nordwesten unter. <BR><BR>Der berühmte Saturnring ist nur in einem Teleskop ab mindestens 30facher Vergrößerung zu sehen. Gegenwärtig blicken wir auf die Südseite des weit geöffneten Rings.<BR><BR>Wer noch nie in seinem Leben den Saturnring in voller Schönheit gesehen hat, dem bietet sich jetzt eine günstige Gelegenheit. Im Frühling werden die Sichtbedingungen ungünstiger und im Laufe des Mai verabschiedet sich der Ringplanet vollends von der Himmelsszenerie.<BR><BR>Außer Venus ist noch Mars am Morgenhimmel sichtbar. Der Rote Planet wandert durch das Sternbild Schlangenträger und wechselt Ende Februar in das Sternbild Schütze. Gegen 6.00 Uhr ist Mars tief am Südosthorizont zu sehen. Er steht ein wenig östlich von Antares, dem Hauptstern des Skorpions. Antares heißt so viel wie "marsähnlicher Stern". Denn wegen seiner rötlichen Farbe und seiner Position im Tierkreis wird er manchmal mit dem Mars verwechselt. Zurzeit ist Mars ähnlich hell wie Antares.<BR><BR>Gute Sichtbedingungen vorausgesetzt, kann zu Monatsbeginn sogar der flinke Merkur am Morgenhimmel gesichtet werden. Er ist als gelbliches Lichtpünktchen gegen 7.00 Uhr knapp über dem Südosthorizont auszumachen. Nach dem 3. Februar wird man allerdings vergeblich nach dem sonnennächsten Planeten Ausschau halten.<BR>Im Vergleich zum Januar hat sich der Anblick des abendlichen Sternenhimmels nicht wesentlich verändert. Allerdings hat sich die gesamte Sternbilderszenerie nach Westen verschoben. Gegen 22.00 Uhr hat der Himmelsjäger Orion den Meridian bereits überschritten. Sirius zieht die Blicke im Süden auf sich. Hoch im Süden sind die beiden Sternenketten der Zwillinge zu sehen.<BR><BR>Das Himmels-W, die Kassiopeia, sinkt langsam im Nordwesten herunter, während sich der Große Wagen im Nordosten immer höher schiebt. Im Westen erinnert noch der Perseus an längst vergangene Herbsttage. Im Südosten hingegen ist der Löwe auf der Himmelsbühne erschienen. Er kündigt den kommenden Frühling an. Zwischen Zwillingen und Löwe ist der lichtschwache Krebs beheimatet. Der Krebs ist wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung in unseren Gegenden kaum mehr mit bloßen Augen zu sehen. Zurzeit wird er durch den hell strahlenden Jupiter gewissermaßen aufgewertet.<BR><BR>Neumond ist bereits am 1. Februar um 11.48 Uhr, Vollmond in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar um 0.51 Uhr. Einen Tag vorher passiert der schon fast volle Mond den Riesenplaneten Jupiter - ein reizvoller Himmelsanblick gegen 19.00 Uhr. Hans Ulrich Keller </P><P> </P>

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