Trotz Krankheit: Steve Jobs stellt iPad 2 vor

San Francisco - Apple-Chef Steve Jobs hat trotz seiner Krankheits-Auszeit überraschend selbst das neue iPad-Modell vorgestellt. Das alles kann der neue Tablet-PC:

Das neue iPad-Modell kommt am 11. März in den USA in den Handel und am 25. März in anderen Ländern. Es hat einen neuen Doppelkern-Chip mit der Apple-Bezeichnung A5, der doppelt so schnell sei wie der Prozessor bei der ersten Generation. Die Grafik werde sogar neun Mal so schnell verarbeitet. Über einen HDMI-Anschluss wird man das iPad 2 mit einem HD-Fernseher verbinden können. Mit der zweiten Generation wird es das iPad es auch mit einem weißen Rahmen um den Bildschirm geben, kündigte Jobs an. Der Preis für das einfachste Modell solle in den USA wie bei der ersten Generation bei 499 Dollar liegen. Zudem will Apple kunden mit neuen farbigen iPad-Hüllen anlocken. 

Das iPad wird mit zusätzlicher Software wie dem Videoschnitt-Programm iMovie und dem Musikaufnahme-Studio GarageBand ausgestattet. Zudem wird man bei der zweiten Generation dank der Kamera auf der Bildschirm-Seite auch Videotelefonate über Apples Dienst Facetime führen können. 

iPad 2 - Bilder der Präsentation

Das ist das neue iPad

Apple-Chef Steve Jobs hat trotz seiner Gesundheitsprobleme überraschend selbst das neue iPad-Modell vorgestellt. Zu tosendem Applaus erklomm der 56-Jährige am Mittwoch die Bühne in San Francisco. Das iPad 2 habe einen deutlich schnelleren Prozessor bei gleicher Batterielaufzeit, kündigte Jobs an. Es hat zwei Kameras und ist leichter und ein Drittel dünner als die knapp ein Jahr alte erste Generation, die 15 Millionen Mal verkauft wurde.

Das neue Gerät soll Apples dominierende Position im Markt für Tablet-Computer verteidigen und Konkurrenten mit dem Google-Betriebssystem Android auf Abstand halten.

Über den Gesundheitszustand des Apple-Gründers war zuletzt viel spekuliert worden. Unter anderem hatte ein US-Boulevardblatt geschrieben, der 56-Jährige habe wegen einer Krebserkrankung nur noch wenige Wochen zu leben. Im Internet kursierten Fotos und Videos, die einen drastisch abgemagerten Jobs zeigten. Am Mittwoch sah der Apple-Gründer zwar genauso schlank wie immer, aber nicht angeschlagen aus. Jobs hatte im Januar eine Auszeit wegen nicht näher genannter Gesundheitsprobleme genommen.

Jobs: Andere Tablets sind "Nachmacher"

Die zahlreichen angekündigten Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android tat Jobs als “Nachmacher“ ab. 2011 werde nicht deren Jahr sein, sondern das des iPad 2. Android ist aktuell die Nummer eins unter den Smartphone-Plattformen und arbeitet sich an die Spitze der gesamten Handy-Industrie vor. In diesem Jahr werden Dutzende Android-Tablets erwartet. Apple hatte mit dem iPad die jahrelang totgeglaubte Geräteklasse der Tablet-Computer mit Leben erfüllt.

Jobs begann seine Präsentation mit Eckdaten zu Apple. So habe der Konzern inzwischen 200 Millionen zahlende Kunden auf seiner Download-Plattform iTunes für Geräte wie das iPhone-Handy, iPad und die iPod-Player. Bisher seien 100 Millionen iPhones verkauft worden. Apple habe inzwischen zwei Milliarden Dollar an Software-Entwickler gezahlt. Die Software-Plattform App Store habe inzwischen 350 000 Programme, davon seien 65 000 für die größeren Bildschirme der iPads optimiert.

dpa

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