Strahlenamt: Möglichst wenig schnurlos telefonieren

- Salzgitter (dpa/gms) - Schnurlose Telefone sollten nur zu möglichst kurzen Gesprächen genutzt werden. Das empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Außerdem sei es ratsam, die zum Telefon gehörige Basisstation so aufzustellen, dass man sich nicht ständig in ihrer Nähe befindet. Ein geeigneter Platz ist zum Beispiel der Wohnungsflur.

Die so genannten DECT-Telefone seien oft die stärkste Quelle hochfrequenter elektromagnetischer Felder (EMF) in privaten Haushalten. Zwar gebe es bisher keine Hinweise, darauf, dass die von DECT-Geräten verursachten EMF gesundheitliche Schäden hervorrufen. Um jedoch möglichen Risiken vorzubeugen, sei es sinnvoll, die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren.

Allerdings weist das BfS auch darauf hin, dass der von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlene Grenzwert von Dect-Telefonen um ein Vielfaches unterschritten wird. Als Gradmesser gilt die so genannte Spezifische Absorptionsrate (SAR).

Der SAR-Wert gibt an, welche Strahlungsleistung vom menschlichen Körper aufgenommen wird. Für den ganzen Körper wurde ein Grenzwert von 0,08 Watt pro Kilogramm (W/kg) festgelegt, für einen Teil des Köpers, etwa für den Kopf, gelten 2 W/kg als Maximum. Bei DECTTelefonen liegt der Wert für den Kopf in der Regel bei unter 0,1 W/kg.

Experten - und auch das BfS - stören sich vor allem daran, dass es bei den schnurlosen Festnetztelefonen des DECT-Standards keine "bedarfsgerechte Leistungsregelung" gibt. Anders als Handys regulieren DECT-Geräte ihre Leistung nicht nach unten, obwohl dies technisch machbar wäre. Basisstation und Handgerät senden während des Telefonierens immer mit der gleichen Leistung unabhängig von der Distanz zwischen Station und Telefon. Mittlerweile gibt es jedoch einige Geräte, die diese Forderung erfüllen.

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